Französische Philosophie
Von einer französischen Philosophie kann man strenggenommen frühestens erst ab der französischen Revolution von 1789 sprechen. Der Begriff "philosophe" fand jedoch bereits bei Voltaire und Denis Diderot Anwendung, wobei Voltaire mit seinem "Dictionnaire Philosophique" ein klassischer Vertreter der Aufklärungsphilosophie - parallel zu Immanuel Kant und David Hume - in Gegnerschaft zur Religion ist. Weder Voltaire noch Diderot aber haben an philosophischen Lehrstühlen gelehrt, im Gegensatz zu ihrem Vorgänger René Descartes, dessen "cogito ergo sum" eine der berühmtesten Erkenntnisse der Philosophie darstellt.
In Frankreich waren Philosophen immer auch gute Schriftsteller und Essayisten: So kennt man im 19. Jahrhundert Emile Zola, im 20. Jahrhundert Jean Paul Sartre und Louis Aragon. Seit den 1970er Jahren dominieren französische Philosophen wie Michel Foucault, André Glucksmann, Jacques Derrida, Roland Barthes, Gilles Deleuze, Jean Baudrillard, Bernard Henri Lévy den internationalen Diskurs.
