Freiheitsbaum
Ein Freiheitsbaum war eines der Zeichen, die in der französischen Revolution die Freiheit symbolisierten. thumb|180px|Freiheitsbaum an der Grenze zur Mainzer Republik Der Tanz um den Freiheitsbaum gehörte zu den Festen der Revolution. Dazu wurde ein Baum aufgestellt, ähnlich wie ein Maibaum, mit blau-weiß-roten Bändern geschmückt und umtanzt.
Gerne nahm man dafür Pappeln, weil bei derer französischen Bezeichnung "peuplier" das Wort Volk "peuple" anklingt.
Auch in Deutschland wurden spontan Freiheitsbäume aufgestellt, etwa von den Jakobinerclubs in den rheinhessischen Städten und Gemeinden, die zur kurzlebigen Mainzer Republik gehörten und angeblich auch von Tübinger Studenten. Als Bekenntnis zu den Idealen der Revolution wurde das Aufstellen von Freiheitsbäumen in den deutschen Fürstentümern streng geahndet.
In den besetzen Gebieten befahlen die Franzosen oft die Aufstellung eines Freiheitsbaumes. Das waren dann feierliche Staatsakte, in denen die neuen Machthaber zumindest äußerlich ein Bekenntnis zum neuen Staat verlangten.
