Freisinnig-Demokratische Partei
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Allgemein
Die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP), französisch Parti radical-démocratique (PRD) ist eine liberal-bürgerliche Partei in der Schweiz.
In den Wahlen 2003 erreichte sie im Nationalrat 36 Sitze (von 200) und im Ständerat 14 Sitze (von 46).
Im Bundesrat ist sie seit 1848 ununterbrochen vertreten, gegenwärtig durch die Bundesräte Pascal Couchepin (Departement des Innern) und Hans-Rudolf Merz (Finanzdepartement).
Parteipräsident ist seit März 2005 der Tessiner Nationalrat Fulvio Pelli. Die FDP-Fraktion in der Bundesversammlung wird vom Zürcher Nationalrat Felix Gutzwiller präsidiert.
Die Frauenorganisation der Partei sind die FDP Frauen Schweiz.
Die Jugendorganisation der Partei bilden die Jungfreisinnigen Schweiz.
Fakten und Daten
- Anzahl Mitglieder: etwa 120'000
- Kantonalparteien: 25 (alle Kantone ausser Appenzell Innerrhoden)
- Anzahl Bundesräte: 2 (Pascal Couchepin, Hans-Rudolf Merz)
- Bundeskanzlerin: Annemarie Huber-Hotz
- Angeschlossene Organisationen: FDP Frauen; Jungfreisinnige; FDP Schweiz International; FDP-Vereinigung öffentlicher Dienst
Geschichte
- 1831 wurde die "Patriotische Assoziation" gegründet, die sich als "Schutzverein für die Freiheit" bezeichnete. Sie kann als ein Vorläufer der FDP betrachtet werden.
- 1847 wurde der "Schweizerische Volksverein" ins Leben gerufen. Dieser schlief jedoch nach der Gründung des Bundesstaates 1848 wieder ein.
- 1873 erwachte der Volksverein zu neuem Leben als es darum ging, die Bundesverfassung zu revidieren. Die Organisation fiel nach der Annahme der Verfassung wieder auseinander. Sie hatte keine leitende Idee und kein Ziel, wofür sie hätte kämpfen können.
- 1878 wurde die "Radikal-demokratischen Gruppe der Bundesversammlung" gegründet, welche mit den Liberalen, Radikalen und Demokraten verschiedene Richtungen der "Freisinnigen" zusammenfasste.
- 1894 wurde die Freisinnig-demokratische Partei im Bahnhofbuffet Olten formell gegründet.
- 1917 formierten sich Teile der FDP in der Partei BGB(Schweizer Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei), der heutigen SVP.
- 1919 wurde das Proporzwahlverfahren eingeführt, welches die Mandate der Freisinnigen im Parlament von 104 auf 63 reduzierte.
- 1941/42 spalteten sich die Zürcher Demokraten ab. Sie fusionierten aber 30 Jahre später im Jahr 1971 wieder mit der FDP.
- Bis 1959 war die Partei im Bundesrat noch überproportional vertreten. Danach wurde aber die sogenannte Zauberformel eingeführt, wonach die FDP nur noch zwei Bundesratssitze einnahm.
Literatur
- Dietschi, E. (1979). 60 Jahre Eidgenössische Politik – Ein Beitrag zur Pareigeschichte des schweizerischen Freisinns. Bern: FDP der Schweiz
- FDP Schweiz (1994). Hundert Jahre FDP. Politische Rundschau, No. 2+3, 1994
