Freistaat Sachsen

Freistaat Sachsen
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Landeswappen des Freistaates Sachsen

Landessignet des Freistaates Sachsen
Landesflagge Landesdienstflagge
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Landesflagge des Freistaates Sachsen

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Landesdienstflagge des Freistaates Sachsen

Basisdaten
Hauptstadt: Dresden
Fläche: 18.413,91 km²
Einwohner: 4.296.248 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 234 Einwohner je km²
Staatsform: demokratischer, dem Schutz der
natürlichen Lebensgrundlagen
und der Kultur verpflichteter
sozialer Freistaat
Schulden: 3.783 € pro Einwohner (2002)
Schulden gesamt: 16,5 Mrd. € (2002)
ISO 3166-2: DE-SN
Offizielle Website: www.sachsen.de
Politik
Ministerpräsident: Georg Milbradt (CDU)
(seit 18.4.2002)
Regierende Parteien: CDU und SPD

Sitzverteilung im Landtag
ab Oktober 2004 (124 Sitze):
CDU 55
PDS 31
SPD 13
NPD 12
FDP 7
Bündnis 90/Die Grünen 6
letzte Wahl: 19. September 2004
nächste Wahl: Herbst 2009
Parlamentarische Vertretung
Stimmen im Bundesrat: 4
Karte
250px| Sachsen in Deutschland

Sachsen (sorbisch: Sakska; englisch: Saxony; lateinisch: Saxonia) ist ein Land (Freistaat) in der Bundesrepublik Deutschland. Angrenzend sind die Länder Brandenburg im Norden, Sachsen-Anhalt im Norden und Nordwesten, die Freistaaten Thüringen im Westen, Bayern im Südwesten sowie die Republiken Tschechien im Süden und Polen im Osten.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Sachsen (historisch Obersachsen bzw. Kursachsen) ist das östlichste Bundesland. Die wichtigen Gebirge sind das Erzgebirge, das Zittauer Gebirge und das Elbsandsteingebirge (Sächsische Schweiz). Die höchste Erhebung ist der Fichtelberg im Erzgebirge mit 1.215 m. Der wichtigste, größte und einzig schiffbare Fluss ist die Elbe. Sie durchzieht den Freistaat von Südosten nach Nordwesten. Wichtige Quellflüsse sind die Mulde, die Weißeritz, die Zschopau, die Weiße Elster und die Spree, deren allgemeine Fließrichtung Norden ist und die ebenfalls zum Flusssystem der Elbe gehören. Im Osten wird der Freistaat von der Lausitzer Neiße begrenzt, die in die Oder mündet. Die wichtigsten Regionen Sachsens sind das Sächsische Elbland, die Leipziger Tieflandsbucht, das Erzgebirge, die Sächsische Schweiz, das Vogtland und die Oberlausitz. Die größten Städte sind Leipzig (500.000 Einwohner), Dresden (485.000 Einwohner) und Chemnitz (250.000 Einwohner).

Geschichte des Freistaates Sachsen

Hauptartikel: Geschichte Sachsens

Der Freistaat Sachsen entstand 1918 nach der Abdankung des sächsischen Königs und Auflösung des Königreich Sachsen. Mit Auflösung der Länder in der DDR 1952 ging auch der Name unter. Das Land wurde nach dem Untergang der kommunistischen DDR im Herbst 1990 wiedererrichtet und erhielt auch den sächsischen Namen des einstigen Adelshauses zurück, obwohl die Bewohner des heute so genannten Bundeslandes keine Sachsen sind. Deren Sprache ist eher ein thüringischer bzw. meißerischer Dialekt des Mitteldeutschen. (Die "wahren" Sachsen sind die Bewohner des westlichen Norddeutschlands und im Osten der Niederlande, siehe www.sachsengeschichte.de).

Politik

Seit dem 18. April 2002 ist Georg Milbradt Ministerpräsident von Sachsen, seit dem 10. November 2004 steht er einer CDU/SPD-Koalition vor. Sein Stellvertreter ist der SPD-Landesvorsitzende Thomas Jurk. Im folgenden sein Kabinett.

Der Sächsische Landtag besteht in der 4. Wahlperiode (2004-2009) aus 124 Abgeordneten (normal 120). Diese teilen sich wie folgt auf: CDU 55 Sitze, PDS 31 Sitze, SPD 13 Sitze, NPD 12 Sitze, FDP 7 Sitze, Bündnis 90/Die Grünen 6 Sitze. Landtagspräsident ist Erich Iltgen, es gibt drei Vizepräsidenten: Regina Schulz, Andrea Dombois, Gunther Hatzsch. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion ist Fritz Hähle, der PDS-Fraktion Peter Porsch, der SPD-Fraktion Cornelius Weiss, der NPD-Fraktion Holger Apfel, der FDP-Fraktion Holger Zastrow, der Grünen-Fraktion Antje Hermenau.

Einige Regionen Sachsens, wie z.B. der Landkreis Sächsische Schweiz, sind Hochburgen des Rechtsextremismus. Im Januar 2005 kam es im Landtag von Sachsen zum Skandal als die Abgeordneten der NPD demonstrativ den Sitzungssaal verließen, als das Parlament eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus abhalten wollte.

Der Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen befindet sich in Leipzig.

siehe auch:

Verwaltungsgliederung

Regierungsbezirke

Sachsen ist in die Regierungsbezirke Dresden, Chemnitz und Leipzig untergliedert.

Landkreise

Es gibt 22 Landkreise und 7 kreisfreie Städte im Freistaat Sachsen.

  1. Annaberg (ANA)
  2. Aue-Schwarzenberg (ASZ)
  3. Bautzen (BZ)
  4. Chemnitzer Land (GC)
  5. Delitzsch (DZ)
  6. Döbeln (DL)
  7. Freiberg (FG)
  8. Kamenz (KM)
  9. Leipziger Land (L)
  10. Löbau-Zittau (ZI)
  11. Meißen (MEI)
  12. Mittlerer Erzgebirgskreis (MEK)
  13. Mittweida (MW)
  14. Muldentalkreis (MTL)
  15. Niederschlesischer Oberlausitzkreis (NOL)
  16. Riesa-Großenhain (RG)
  17. Sächsische Schweiz (PIR)
  18. Stollberg (STL)
  19. Torgau-Oschatz (TO)
  20. Vogtlandkreis (V)
  21. Weißeritzkreis (DW)
  22. Zwickauer Land (Z)

right|Landkreiskarte: Sachsen

Kreisfreie Städte

Städte und Gemeinden

Sachsen besteht aus insgesamt 515 politisch selbständigen Städten und Gemeinden (Stand: 1. Januar 2005). Diese verteilen sich wie folgt: 7 Kreisfreie Städte, 35 Große Kreisstädte und 473 sonstige kreisangehörige Gemeinden (davon 136 Städte). Die kreisangehörigen Gemeinden haben sich teilweise zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zu Verwaltungsgemeinschaften zusammen geschlossen.

7 Kreisfreie Städte, darunter die Landeshauptstadt Dresden, 171 kreisangehörige Städte und Gemeinden (davon 35 Große Kreisstädte) sowie 337 kreisangehörige Gemeinden.

Siehe auch: Liste der Orte in Sachsen

Wirtschaft

Die sächsische Wirtschaft hat nach der Wiedervereinigung von DDR und BRD einen starken Strukturwandel erlebt. Die in der Industrie stark rückständigen Betriebe wurden meist geschlossen. Braunkohlewerke wurden stillgelegt und befinden sich zur Zeit in der Rekultivierung. Heute steht Sachsen mit Thüringen auf den Spitzenplätzen der ostdeutschen Wirtschaft, wenngleich das Problem der hohen Arbeitslosigkeit noch immer nicht gelöst ist. Sachsen hat mit Wachstumsraten zwischen acht und zehn Prozent die höchsten in Deutschland.

Ballungsräume und Infrastruktur

Vor allem die Ballungräume Leipzig-Halle und Chemnitz-Zwickau sind Antrieb der sächsischen Wirtschaft. Das Ballungsgebiet Dresden ist gemessen am Bruttoinlandsprodukt der wirtschaftlich stärkste Raum Sachsens. Auf Grund der geringen Autobahndichte und der fehlenden Autobahnverbindungen im Freistaat werden in den kommenden Jahren die Fernverbindungen stetig ausgebaut. Vor allem die Verbindungen der A 72 zwischen Chemnitz und Leipzig, die A 17 zwischen Dresden und Prag sowie die A 38 als Südumfahrung Leipzigs sind wichtige Straßenbauprojekte in Ostdeutschland.

Siehe auch: Metropolregion Sachsendreieck

Sprache

Im Freistaat Sachsen werden hauptsächlich meißenische und lausitzische Dialekte gesprochen, die zu der ostmitteldeutschen Dialektgruppe gehören. In der Lausitz wird ein obersorbischer Dialekt der sorbischen Sprache, die zur westslawischen Sprachgruppe gezählt wird, von rund 60.000 Sorben gesprochen (andere Quellen 30.000). Diese Sprache ist aber in ihrer Existenz gefährdet. Des weiteren existieren vogtländische und erzgebirgische Dialekte als Mischformen mit dem Ostfränkischen und Nordbairischen.

Regionen

eine ausführlichere Übersicht siehe auch dazu: Liste der Landschaften in Sachsen

Tourismus

siehe: Tourismus in Sachsen

Siehe auch

Weblinks


Sachsen

See also: Freistaat Sachsen, 10. November, 18. April, 19. September, 1918, 1952, 1990, 2002