Frida Kahlo
Frida Kahlo (* 6. Juli 1907 in Coyoacán, Mexiko-Stadt; † 13. Juli 1954 in Mexiko-Stadt) war eine mexikanische Malerin.
Kahlo wurde unter dem Namen Magdalena Carmen Frieda Kahlo y Calderon geboren, ihr Vater, Guillermo Kahlo, war Maler und Fotograf deutsch-jüdischer Abstammung. Sie selbst behauptete von sich im Jahre 1910 geboren zu sein, dem Jahr der "Mexikanischen Revolution": Ihr Leben sollte mit dem modernen Mexiko beginnen.
Aufgrund eines tragisches Busunglücks im Alter von 18 Jahren, bei dem sich eine Stahlstange durch ihr Becken bohrte, wurde Kahlo so schwer verletzt, dass sie ihren Alltag immer wieder liegend und in einem Ganzkörpergips- oder Stahlkorsett zubringen musste. Unmittelbar danach begann sie als Beschäftigung im Bett zu malen. Mit 19 malte sie ihr erstes Selbstbildnis.
Entgegen aller medizinischen Erwartungen lernte Kahlo wieder zu laufen, sie litt aber ihr ganzes Leben unter den schweren Schädigungen des Unfalles. Das Malen wurde für Kahlo zum Ausdruck ihrer seelischen und körperlichen Qualen.
Sie sei, urteilte Rivera, "die erste Frau in der Geschichte der Kunst, die mit absoluter und schonungsloser Aufrichtigkeit die allgemeinen und besonderen Themen behandelt, die ausschließlich Frauen betreffen." In diesem Sinne bedeuten ihre Bilder eine fortlaufende Chronik ihres Lebens. Ihr künstlerischer Werdegang war nicht nur mit ihrem Verhältnis zu Rivera, sondern auch mit ihrer chronischen Krankheit und ihrem leidenschaftlichen mexikanischen Nationalismus verknüpft.
Erst 1953 wurden ihre Werke erstmals alleine in einer Ausstellung in ihrer Heimat gezeigt, eine Anerkennung, die sie sich schon lange gewünscht hatte. Zu dieser Zeit bereits ans Bett gefesselt, wohnte sie der Eröffnung kurzerhand im Bett bei.
Ihre Bilder haben surrealistische Einflüsse, jedoch lehnte sie selbst diese Etikettierung ab. Von ihren 143 Bildern sind 55 Selbstbildnisse. Nach unzähligen Operationen an Wirbeln und der Amputation ihres rechten Fußes blieb von Fridas Lebensfreude und Kunst kaum etwas. Die emanzipierte Malerin und charismatische Rebellin, die mehrere Affären mit Größen wie Leo Trotzki - dem sie 1937 Zuflucht gewährte, nachdem dieser bei Stalin in Ungnade gefallen war - dem Fotografen Nicolas Murray oder der mexikanischen Sängerin Chavela Vargas hatte, starb am 13. Juli 1954 an einer Lungenembolie.
Ihr farbenfrohes Haus, das wegen seiner in Blautönen gehaltenen Außenwände Casa Azul genannt wurde, liegt in der Calle Londres 247 in Coyoacán und ist heute als Museum zu besuchen. Kürzlich wurden bei Umbauarbeiten in einem Wandschrank 180 Kleidungsstücke aus der Region Oaxaca im Stil ihrer Selbstportraits gefunden, ebenso Ohrringe die von Picasso stammen sollen sowie Schals, Schuhe und indigener Schmuck. Die Kuratoren des Museums planen eine Ausstellung der Fundstücke im Jahr 2006.
Im Jahre 2002 veröffentlichte Miramax den stark biographischen Film Frida mit Salma Hayek als Hauptdarstellerin.
Literatur
- Salomon Grimberg, Ich werde Dich nie vergessen... - Frida Kahlo und Nickolas Muray, Unveröffentlichte Photographien und Briefe (Schrimer/Mosel) 2004, ISBN 3-8296-0120-4, Buchbesprechung bei rezensionen.ch
Weblinks
- http://www.bad-bad.de/fridakahlo Frida Kahlo - Biografie
- http://www.fembio.org/frauen/frida-kahlo.shtml Biographie bei FemBio
- http://www.dieterwunderlich.de/Kahlo.htm Kurzbiografie
- http://www.mexico-info.de/Kahlo.html Kurzbiografie mit vielen Bildern
- http://german.imdb.com/title/tt0120679/ Verfilmung
Siehe auch
Frida, Diego Rivera, Surrealismus, Murale
Kahlo, Frida Kahlo, Frida Kahlo, Frida Kahlo, Frida Kahlo, Frida
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kahlo, Frida |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | mexikanische Malerin |
| GEBURTSDATUM | 6. Juli 1907 |
| GEBURTSORT | |
| STERBEDATUM | 13. Juli 1954 |
| STERBEORT | |
