Friedrich Eduard Beneke

Friedrich Eduard Beneke (* 17. Februar 1798 in Berlin; † 1. März 1854 ebenda) war ein deutscher Theologe und Philosoph.

In Halle und Berlin studierte er Philosophie und Theologie. An der Universität Berlin habilitierte er 1820 mit dem Thema De veris philosophiae initiis für Philosophie. Philosophisch entwickelte er sich zum Gegner des deutschen Idealismus.

Nach zwei Schriften, dier sich gegen die Philosophie Hegels richteten, verlor er 1822 seine Lehrerlaubnis wegen "Prinzipienlosigkeit" in Berlin und mußte nach Göttingen gehen. Im Jahre 1827 kehrte er nach Berlin zurück. Im Jahre 1832 konnte er seine Lehrtätigkeit als Professor in Form eines unbezahlten Extraordinats wieder ausüben, da Hegel inzwischen verschieden war. Er stand unter dem Einfluß von Jakob Friedrich Fries, so daß er die Philosophie von Immanuel Kant psychologisch interpretierte.

In der induktiven Psychologie sah er wie Fries und Johann Friedrich Herbart die grundlegende Ausgangsbasis aller Philosophie in Ihren Strömungen. Somit vertrat er eine "antispekulative Philosophie", die auf der Psychologie aufbaut.

Auch die Logik faßte er als angewandte Psychologie in Form einer Kunstlehre des Denkens auf. Diese Auffassung wandte sich sowohl gegen die aristotelisch-scholastische als auch gegen deutsche idealistische spekulative Logik-Auffassung. In der Anknüpfung an John Locke und Friedrich Schleiermacher entwickelte er eine eigene psychologische Interpretation der Logik. Darin bildet der Kern eine "Naturlehre des Geistigen", auf der Logik nur erworben und begründet werden kann. Über psychische Erscheinungen würde man zu Erkenntnissen gelangen.

So will er das Denken als lebendigen im Gegensatz zum abstrakten Prozess im Idealismus verstanden wissen und hält eine klare Unterscheidung von Metaphysik und Logik notwendig. Damit grenzt er sich von den spekulativen Voraussetzungen ab, unter der logische Kenntnisse im Idealimus entstehen.

Diese psychologische Lehrauffassung der Logik ging in die Auseinandersetzungen um den Psychologismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein und findet sich teilweise bei Edmund Husserl wieder. Diese Konfrontation von Beneke gegen die herrschenden philosophischen Strömungen führten bei ihm zu widrigen Lebensumständen, so daß sein Tod durch Ertrinken vielleicht als ein Ende eines gewählten Auswegs erscheint.

Beneke veröffentlichte von 1851 bis 1853 das "Archiv für die pragmatische Psychologie oder die Seelenlehre in der Anwendung auf das Leben.

Werke

See also: Friedrich Eduard Beneke, 1. März, 17. Februar, 1798, 1820, 1822, 1827, 1832, 1851, 1853