Friesische Sprache

385px|thumb|Das Verbreitungsgebiet des Friesischen

Friesisch (westfriesisch Frysk, nordfriesisch Friisk oder Frasch, saterfriesisch Fräisk) gehört mit Englisch zum ingwäonischen Zweig der westgermanischen Sprachen. Es ist entlang der deutsch-niederländischen Nordseeküste verbreitet und wird heute noch von etwa 400.000 Menschen gesprochen.

Die ersten schriftlichen Zeugnisse stammen aus dem 9. Jahrhundert, als es noch von den damaligen Friesen als Teil der Altniederdeutschen Sprache empfunden wurde.

Das heutige Friesisch entstand im Laufe des 15. Jahrhunderts und zerfällt nunmehr in drei Dialektgruppen, die nur schwierig unter einander zu verstehen sind und deshalb oft als Sprachen an sich bezeichnet werden:

Es wird im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein gesprochen (auf Amrum, Föhr, Sylt, Helgoland (Helgoländisch), den Halligen und auf dem nordfriesischen Festland). Von rund 164.000 Nordfriesen sprechen Nordfriesisch noch ca. 10.000 Sprecher, die sich auf 9 Insel- und Festlandsmundarten verteilen, von denen einige vom Aussterben bedroht sind. Mit dem Friisk Gesäts hat es seit dem 11. November 2004 Amtssprachenstatus in Nordfriesland und Helgoland.
Wird in der Gemeinde Saterland im Landkreis Cloppenburg von etwa 1.000 bis 2.500 Sprechern gesprochen.
Das Westfriesische wird in der niederländischen Provinz Friesland (Fryslân) bei Leeuwarden von ca. 440.000 Menschen gesprochen, von denen etwa 350.000 es als Muttersprache sprechen.
Die oft als Stadtfriesisch bezeichneten Mundarten der friesischen Städte gehören nicht zum Friesischen, sondern wurden im 15. Jahrhundert von friesischen Kaufleuten aus der Provinz Holland übernommen.

Siehe auch:

Weblinks

See also: Friesische Sprache, 15. Jahrhundert, 9. Jahrhundert, Altniederdeutsche Sprache, Amrum, Englische Sprache, Farsk, Friesen, Friesland, Friisk Gesäts