Fritz Buri

Fritz Buri-Richard (* 4. November 1907 in Kernenried, Kanton Bern, Schweiz; † 30. Januar 1995 in Basel) war Pfarrer und Professor für Theologie

Als Sohn eines Müllers geboren, besuchte Fritz Buri die örtlichen Schulen. In dieser Zeit Lektüre von Albert Schweitzers Berichten aus Afrika. Erstes Interesse an natürlicher Theologie. Nach der Maturität am Gymnasium Burgdorf absolvierte er das Studium der Theologie an den Universitäten Bern, Marburg und Berlin. 1929 Vikariat in Wicebork/ Polen (Vandsburg); seine Akzessarbeit an der Universität Bern über "Glaube und Geschichte bei Wilhelm Herrmann (BBKL)" wurde ausgezeichnet (unveröffentlicht).

Fritz Buris Theologie ist wesentlich durch die Auseinandersetzung mit Albert Schweitzer und Karl Jaspers geprägt. Während andere Fakultäten Buri als Hochschullehrer annehmen wollen, ist ihm der Weg an der theologischen Fakultät erschwert. Aus dem gleichen Kanton wie Karl Barth stammend, schneiden sich die Lebenswege der beiden gegensätzlichen Theologen an der Universität Basel. Hier regt ihn der berühmte Theologe nach Jahren des Nebeneinanders zum Verfassen einer eigenen Dogmatik an.

Buris Wirken als liberaler Theologe war anfangs mit dem Berner Theologen Martin Werner (1887 - 1964) verbunden. Er war auch lange Jahre ein Weggefährte von Ulrich Neuenschwander (1922 - 1977) (BBKL). Rudolf Bultmanns Theologie der Entmythologisierung geht Buri nicht weit genug und er fordert darüber hinaus die Entkerygmatisierung der Predigt. Wie der Titel seiner Dogmatik sagt, geht es in Gebet und Predigt für Buri um eine existentiale Interpretation der überlieferten Glaubensaussagen. Es gelingt ihm, traditionelle Worte mit der bewussten Wahrnehmung des Lebens zu verbinden; oder: Christologie, wie sie die altprotestantische Theologie kennt, und zeitgenössische Philosophie (Schweitzer, Jaspers u.a.m.) finden gegenseitige Interpretation. Besonderes Gewicht hat in Buris Theologie der Hinweis auf die Verantwortung des Glaubenden; die Aufsatzsammlung Zur Theologie der Verantwortung gibt hier einen Einblick auf sein Schaffen. In den letzten Jahren wächst das Interesse an seinen Aussagen in Europa (postum veröffentlichte Briefwechsel; Chats Thema: Sölle), während es in Übersee immer da war (Schriften auf englisch, japanisch und koreanisch). Sein weltoffenes Denken fand vorwiegend in der katholischen theologischen Forschung Niederschlag. Die Fritz Buri-Gesellschaft führt das interkulturrelle Gespräch weiter, das Buri mit seinem Schaffen begonnen hat.

Werke

(auszugsweise)

Siehe auch

Weblinks

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Personendaten
Buri, Fritz
Pfarrer und Professor für Theologie
4. November 1907
Kernenried, Kanton Bern, Schweiz
30. Januar 1995
Basel

See also: Fritz Buri, 1907, 1995, 30. Januar, 4. November, Albert Schweitzer, Basel, Buddha, Christlich