Fritz Neumayer

Dr. Fritz Neumayer (* 29. Juli 1884 in Kaiserslautern; † 12. April 1973 in München) war ein deutscher Politiker (FDP und FVP).

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und Beruf

Nach dem Abitur begann Neumayer zunächst ein Studium der Medizin, absolvierte dann aber ein Studium der Rechtswissenschaft in Würzburg, Berlin, Leipzig und Straßburg, welches er mit dem ersten und 1910 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. In Würzburg trat er in die Studentenverbindung Corps Rhenania ein. Seit 1911 war er als Rechtsanwalt in Kaiserslautern tätig. 1945 wurde er zum Präsidenten des Landgerichts Kaiserslautern berufen. Nach seinem Ausscheiden aus dem Ministeramt wurde Neumayer erst Aufsichtsratsvorsitzender der "Pfaff AG", später Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates.

Familie

Neumayer entstammt einer alteingesessenen pfälzischen Juristenfamlie mit liberaler Tradition. Bereits sein Großvater und sein Vater saßen für die Nationalliberalen im bayerischen Parlament. Sein Großonkel, der Naturwissenschaftler Georg von Neumayer, gilt als Begründer der Antarktis-Forschung.

Neumayer war verheiratet und hatte vier Kinder.

Partei

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges trat er in die FDP ein. Neumeyer gehörte mit Thomas Dehler und Alfred Onnen zu der parteiinternen Untersuchungskommission, die die Naumann-Affäre von 1952 untersuchte. Anfang 1956 verließ er mit den anderen FDP-Bundesministern die Liberalen und wurde Mitglied der neugegründeten Freiheitlichen Volkspartei (FVP), mit der er sich schon nach einem guten Jahr der DP anschloß.

Abgeordneter

Neumayer war 1946 Mitglied der beratenden Landesversammlung von Rheinland-Pfalz und war dann von 1947 bis 1951 Mitglied des Landtages von Rheinland-Pfalz.

Von 1949 bis 1957 war er Mitglied des Deutschen Bundestages.

Öffentliche Ämter

Vom 9. Juli 1947 bis zum 9. April 1948 war Neumayer Minister für Wirtschaft und Verkehr des Landes Rheinland-Pfalz in der von Ministerpräsident Peter Altmeier geführten Landesregierung.

Am 19. Juli 1952 wurde er als Nachfolger des verstorbenen Eberhard Wildermuth als Bundesminister für Wohnungsbau in die von Bundeskanzler Konrad Adenauer geleitete Bundesregierung berufen und war damit der erste Pfälzer im Bundeskabinett.

Nach der Bundestagswahl 1953 wurde er am 20. Oktober 1953 zum Bundesminister der Justiz ernannt. In dieser Funktion engagierte er sich vor allem für eine Strafrechtsreform. Im Zuge einer Kabinettsumbildung schied er am 16. Oktober 1956 aus der Bundesregierung aus, weil der acht Jahre ältere Adenauer Neumayer für zu alt für dieses Amt hielt.

Siehe auch: Kabinett Adenauer I Kabinett Adenauer II

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Personendaten
Neumayer, Fritz Dr.
Deutscher Politiker (FDP und FVP)
29. Juli 1884
Kaiserslautern
12. April 1973
München

See also: Fritz Neumayer, 12. April, 16. Oktober, 1884