Fujisan

thumb|300px|Fujisan Der Fujisan oder Berg Fuji (jap. 富士山) ist ein Vulkan und mit 3776 m über Normalnull der höchste Berg Japans. Er liegt auf der japanischen Hauptinsel Honshū. Die moderne japanische Schreibweise seines Namens setzt sich aus den Kanjifu (reich), 士 ji (Krieger) und 山 san (Berg) zusammen.

Der Fujisan ist im Shintoismus ein heiliger Berg und gilt wegen seiner sehr symmetrischen Kegelform als einer der schönsten Berge der Welt. Er wird in Werbespots und auf Postkarten sogar noch öfter als das Matterhorn verwendet.

Der Fujisan gehört zu den Schichtvulkanen des pazifischen Feuerrings und wird als aktiv mit geringem Ausbruchsrisiko eingestuft. Der letzte bekannte Ausbruch ereignete sich im Jahr 1707 während der Edo-Zeit. Damals bildeten sich auf halber Höhe ein zweiter Krater und ein zweiter Gipfel, nach dem Namen der damaligen Ära Hōei-zan benannt. [[Bild:DSCF0024.JPG|thumb|300px|Vom Berg Takao aus gesehen, berührt der Berg Fuji (Bildmitte) den Himmel]] thumb|Der Fujisan im Mai, aus nördlicher Richtung gesehen

„Fujisan“ oder „Fudschijama“?

Die im Westen häufig verwendete Bezeichnung Fujiyama (im deutschsprachigen Raum früher auch Fudschijama) beruht auf einer fehlerhaften Transkription: Eine der möglichen Aussprachen für das Zeichen 山 ist zwar yama (Kun-Lesung), in Verbindung mit konkreten Bergnamen heißt es aber meistens san (On-Lesung).

Die geeignetsten Umsetzungen im Deutschen dürften Berg Fuji oder einfach Fuji sein. Allerdings vertreten viele Japanologen die Meinung, man könne Fujisan auch als Eigenname verwenden, und berufen sich dabei z. B. auf Mont Blanc und Mount Everest, da bei jenen das fremde Wort für „Berg“ ebenfalls unübersetzt bleibt.

Siehe auch

frame|left|Abendlicher Blick auf den Fujisan, Tokyo 2003

Koordinate: 35° 22' N 138° 44' O

See also: Fujisan, 1707, Berg, Deutsche Sprache, Edo-Zeit, Honshū, Japan, Japanisches Schriftsystem, Japanologie