Funknetz
Funknetz
Dieser Artikel scheint thematisch einem anderen zu gleichen. Hilf mit, die Artikel unter einem Lemma zu vereinigen oder inhaltlich besser voneinander abzugrenzen.
Der Doppeleintrag wird auch unter Artikel zum gleichen Thema diskutiert. Vermerke dort bitte auch Hinweise auf andere Diskussionen zur Problematik und streiche erledigte Einträge, um die Liste aktuell und übersichtlich zu halten! Sollte sich wirklich kein Eintrag auf besagter Seite befinden, füge ihn bitte hinzu!
Der Doppeleintrag zum Artikel Funknetz befindet sich unter Leitungslose Telekommunikationsverfahren. –--Siehe-auch-Löscher 14:46, 23. Jun 2005 (CEST)
Ein Funknetz ist ein Netzwerk, in welchem Informationen mittels elektromagnetischer Wellen übertragen werden.
Die Übertragung kann unidirektional (nur in einer Richtung, das heißt Teilnehmer im Funknetz enthalten entweder nur einen Empfänger oder nur einen Sender; siehe auch Rundfunk) oder bidirektional erfolgen (jeder Teilnehmer im Funknetz enthält sowohl einen Empfänger als auch einen Sender).
In der EDV teilt man insbesondere bidirektionale Funknetze werden häufig nach ihrer Reichweite eingeteilt in:
- Funknetze für den unmittelbaren Umkreis einer Person (engl. wireless personal area network, Abk. WPAN)
- lokale Funknetze (engl. wireless local area network IEEE 802.11, Abk. WLAN)
- Stadtfunknetze (engl. wireless metropolitan area network IEEE 802.16, Abk. WMAN)
- Weitverkehrsfunknetze (engl. wireless wide area network, Abk. WWAN)
Obwohl diese Einteilung etwas willkürlich und auch nicht exakt definiert ist, haben doch die Funknetze innerhalb jeder Gruppe neben der Reichweite weitere Gemeinsamkeiten bezüglich Datenrate, Leistungsaufnahme, Mobilität der Teilnehmer und Kosten für Teilnehmergeräte, was die Einteilung sinnvoll erscheinen lässt. Angestrebt werden eine große Reichweite, eine hohe Datenrate, eine geringe Leistungsaufnahme und geringe Kosten sowie eine hohe Mobilität (das heißt, die Verbindung zum Funknetz kann aufrecht erhalten werden wenn sich der Teilnehmer bewegt). In der Praxis verhindern die Gesetze der Physik, dass alle Ziele gleichzeitig erreicht werden.
Funknetze werden jedoch nicht nur in der EDV verwendet, sondern finden sich häufig in der Kommunikationstechnik: Auch die Mobiltelefonie basiert auf einem Funknetz, dem GSM-Netz. Geplant ist die Umstellung auf UMTS.
Die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) verwenden zur Kommunikation analoge Funknetze mit Wellenlängen im 2 m und 4 m-Bereich (BOS-Funk). Der Einsatz digitaler Funknetze nach dem Standard TETRA ist in Planung, nachdem sich dieses gegen die Konkurrenzprojekte TetraPol und BOS-GSM durchgesetzt hat.
Betriebe nutzen für den Flottenfunk typisch Frequenzen im 70 cm-Bereich und den Chekker-Dienst. Auch der Seefunk ist ein Funknetz.
Im Hausgebrauch findet sich mittlerweile häufig die Verwendung von Schnurlostelefonen nach dem DECT-Standard.
Interkontinental werden Funknetze durch die Verwendung von geostationären Satelliten ermöglicht, die als Reflektor und Verstärker fungieren. Auch darüber lassen sich Computernetzwerke und Telefonieanwendungen (z. B. Iridium) realisieren.
Die Polizei wird bis 2010 mit digitalem Funk in ganz Deutschland ausgestattet. Mit der Technik können Bilder und Pläne gefunkt werden. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 soll in drei Austragungsorten die Technik getestet werden.
| Inhaltsverzeichnis |
WPAN
Wireless Personal Area Networks (WPAN) sind hauptsächlich zur drahtlosen Verbindung von tragbaren, batteriebetriebenen Geräten gedacht. Hierzu gehören beispielsweise PDAs, Laptops, Mobiltelefone, Tastaturen, Mäuse sowie drahtlose Kopfhörer und Freisprecheinrichtungen. Dem Anwendungszweck entsprechend sind eine geringe Leistungsaufnahme (und damit eine lange Batterielebensdauer) sowie ein geringer Preis für die Teilnehmergeräte wichtig. Dafür werden eine geringe Reichweite (0,2 m bis 10 m), eine geringere Datenrate (im Allgemeinen weniger als 4 Mbit/s) und eine geringe Mobilität der Teilnehmer in Kauf genommen. Der wichtigste WPAN-Standard ist Bluetooth. Auch wird die Infrarotdatenübertragung (beispielsweise nach dem IrDA-Standard) zu den WPANs gerechnet.
WLAN
WLANs dienen hauptsächlich dazu, mobile Geräte wie beispielsweise Klapprechner mit einem drahtgebundenen Computernetzwerk zu verbinden. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf einer hohen Datenrate (2003: 11 Mbit/s bis 54 Mbit/s). Auch die Reichweite ist in der Regel größer als bei WPANs (100 m bis 300 m). Dafür sind die Leistungsaufnahme und der Preis höher. Teilnehmer können sich innerhalb eines WLANs meist ohne Verbindungsabbruch bewegen (höhere Mobilität als in WPANs). Der wichtigste WLAN-Standard ist IEEE 802.11.
WMAN
WMANs (Wireless Metropolitan Area Networks) sind die größte Form eines Funknetzes, bei dem sich die beteiligten Zugangsknoten über eine Stadt oder eine Region verteilt befinden. Idealerweise sind die Standorte der drahtlosen Zugangsknoten so aufgestellt, daß die Funkausleuchtungszonen leicht ineinander übergreifen, sodass ein Nutzer ein möglichst engmaschiges Funknetz ohne Funklöcher nutzen kann.
Funktechnologien wie Meshing mit einem dynamischen Routing leisten dabei gute Dienste um solchen Ansprüchen gerecht zu werden. In Deutschland gibt es bereits einige WMAN´s von kommerziellen und privaten Betreibern die sehr früh initiativ tätig wurden und heute oft von großen Telekommunikationskonzernen kopiert werden, da auch diese mittlerweile erkannt haben welche Chancen und Möglichkeiten solche lokalen und regionalen drahtlosen Netze den Nutzern bieten.
Siehe auch
Literatur
- Jörg Roth: Mobile Computing, dpunkt, 2002, ISBN 3898641651
