Fußball-Weltmeisterschaft 2010
Die 18. FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Deutschland 2010™ wird in Südafrika - und damit erstmals auf afrikanischem Boden - ausgetragen werden. Das beschloss das Exekutivkomitee der FIFA am 15. Mai 2004 in Zürich.
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Vergabe
Nach der Niederlage Südafrikas in der Abstimmung über die Vergabe der WM 2006 hatte die FIFA beschlossen, ein Rotationsprinzip einzuführen, um künftige Turniere gleichmäßig über alle Kontinente zu streuen. Bereits für die WM 2010 ließ die FIFA nur Bewerbungen afrikanischer Länder zu.
Zuletzt kamen noch Ägypten, Marokko und Südafrika als Ausrichter in Frage; die gemeinsame Bewerbung von Libyen und Tunesien war zuvor abgelehnt worden, Nigeria hatte seine Bewerbung zurückgezogen. Bereits im ersten Wahlgang sicherte sich das Land am Kap der Guten Hoffnung mit 14 zu zehn Stimmen den Sieg.
Austragungsorte
thumb|WM-Stadion in Tshwane thumb|Stadion des WM-Finales in Johannesburg Als Austragungsorte sind nach heutigem Stand folgende 13 Stadien in elf Städten vorgesehen:
- FNB-Stadion - Johannesburg
- Ellis Park Stadion - Johannesburg
- Kings Park Stadion - Durban
- Loftus-Stadion - Tshwane (ehem. Pretoria)
- Rainbow Junction-Stadion - Tshwane (ehem. Pretoria)
- Newlands-Stadion - Kapstadt
- Free State-Stadion - Bloemfontein
- Royal Bafokeng Sports Palace - Rustenburg
- Peter Mokaba-Stadion - Polokwane
- Kimberly-Stadion - Kimberley
- Nicky Oppenheimer-Stadion - Orkney
- Mbombela-Stadion - Nelspruit
- Port Elizabeth-Stadion - Port Elizabeth
Fünf der dreizehn müssen komplett neugebaut werden, fünf werden renoviert und das Newlands-Stadion in Kapstadt, das Ellis Park Stadion in Johannesburg sowie das Kings Park Stadion in Durban sind bereit für Fußball-Weltmeisterschaft.
Im Jahre 2010 wird das FNB-Stadion, welches nach der First National Bank benannt ist, der Austragungsort des Finales der WM 2010 in Südafrika sein. Das Stadion, ist ein reines Fußballstadion und bietet derzeit Platz für ca. 80.000 Zuschauer. Es soll bis zur WM komplett überdacht sein und bis zur einer Kapazität von ca. 95.000 Plätze ausgebaut werden.
Organisation
Nach berichten der Inspektorengruppe des Weltfußballverbandes FIFA sind Transport, Telekommunikation, Hotellerie und die medizinische Versorgung auf einem sehr guten Niveau und für die Weltmeisterschaft gerüstet. Kritisiert wird die mangelnde Sicherheit im Land, jedoch habe die Regierung des Staates die Mittel und das Wissen die WM ohne Probleme zu veranstalten.
Die Ausrichtung des zweitgrößten Sportturniers der Welt soll für Südafrika Demokratisierung- und ethnische Einigungsprozesse vorantreiben. Das Gesamtvolumen der Investitionen für die Weltmeisterschaft beträgt laut den Bewerbungsunterlagen von Südafrika 825 Millionen US-Dollar. Etwa 467 Millionen Euro will das Organisationskomitee der WM durch Kartenverkäufe einnehmen, lokale Sponsoren sollen etwa 47 Millionen beisteuern. Die Eintrittskarten werden voraussichtlich zwischen 20 Dollar und 1083 Dollar liegen. Die Inspektorengruppe ist der Meinung das Ticketing (Kartenverkauf) müsste überarbeitet werden, da die lokalen Fußballspiele zwei bis maximal zehn Dollar kosten.
Sonstiges
Der Weltfußballverband hat 2005 schon einen Vertrag mit dem Sportausrichter Adidas abgeschlossen, damit wird der Spielball bei der WM 2010 vom deutschen Unternehmen aus Herzogenaurach gestellt. Adidas hat zudem noch ein Vorverkaufsrecht auf Fernsehwerbung und bevorzugte Werbeflächen in den WM-Stadien. Inklusive der WM 2014 kosten die Lizenzen für die Fußballgroßereignisse (inklusive der Frauenfußball-Weltmeisterschaft und der Junioren-Fußballweltmeisterschaft) 250 Millionen Euro.
Weblinks
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