Fußball-Europameisterschaft 1968

Die dritte Fußball-Europameisterschaft wurde vom 5. bis 10. Juni 1968 in Italien ausgetragen.

Die Meisterschaft 1968 hatte zum ersten Mal den Namen Europameisterschaft während die Spiele von 1960 und 1964 noch unter Europa-Nationenpokal liefen. Zum ersten Mal nahmen alle großen Fußballnationen an den Qualifikationsspielen teil.

Inhaltsverzeichnis

Qualifikation der deutschsprachigen Mannschaften

Die Nationalmannschaft der Bundesrepublik Deutschland spielte in der Qualifikationsgruppe Vier gegen Jugoslawien und Albanien. Am letzten Spieltag benötigte die deutsche Mannschaft einen Sieg beim Fußballzwerg Albanien, um aufgrund des besseren Torverhältnisses sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Die Mannschaft, die mit Günter Netzer und Wolfgang Overath angetreten war, kam in Tirana allerdings nicht über ein 0:0 hinaus und schied aus.

Die Nationalmannschaft der DDR spielte in Gruppe Fünf gegen Ungarn, Holland und Dänemark. Sie konnte jedes ihrer Heimspiele gewinnen, verlor bis auf ein 1:1 in Dänemark jedoch alle Auswärtsspiele und wurde Gruppenzweiter.

Österreich spielte in Gruppe Drei gegen die Sowjetunion, Griechenland und Finnland. In dieser Gruppe marschierte die Sowjetunion problemlos durch die Qualifikation und sie erlaubten sich nur eine 0:1 Niederlage in Österreich.

Die Schweiz spielte in Gruppe Sechs gegen Italien, Rumänien und Zypern, erreichte allerdings nur einen Achtungserfolg gegen die sich problemlos qualifizierenden Italienern beim 2:2 in der Schweiz.

Teilnehmer

Spielergebnisse

Halbfinale 5. Juni

Der hohe Favorit Weltmeister England tat sich äußerst schwer, obwohl sie bis auf Geoff Hurst in Bestbesetzung angetreten waren. Mit Hurst fehlte ihnen allerdings der zuverlässige Vollstrecker im Angriff. Jugoslawien gewann durch einen späten Treffer von Dragan Dzajic in der 86. Min.

Obwohl die Sowjetunion ohne ihren legendären Torhüter Lew Jaschin angetreten war, erreichte sie über 120 Minuten ein 0:0. Für Italien stand Dino Zoff im Tor. Da es noch keine Elfmeterschießen gab, entschied das Los für Italien.

Spiel um Platz 3 am 8. Juni

Die Sowjetunion war bisher die erfolgreichste Mannschaft bei Europameisterschaften als Europameister von 1960 und Finalist von 1964. Weltmeister England gewann jedoch souverän durch Tore von Bobby Charlton und Geoff Hurst, der im Halbfinale den Engländern noch bitter fehlte.

Endspiel am 6. Juni

Italiens Weg zum bisher einzigen Europameistertitel war ein langer Weg. Außenseiter Jugoslawien war durch Dzajic kurz vor der Pause in Führung gegangen und erst in 78. Min. erzielte Angelo Domenghini den Ausgleich. Es musste ein Wiederholungsspiel stattfinden.

Wiederholungsspiel 10. Juni

Italien gelang die Entscheidung bereits in der ersten Halbzeit. Stürmerstar Luigi Riva und Pietro Anastasi erzielten in der 13. und 33. Minute die Treffer zum 2:0 Erfolg.

Europameister Italien

Die Europameistermannschaft: Enrico Albertosi, Dino Zoff; Tarcisio Burgnich, Ernesto Castano, Giacinto Facchetti, Giorgio Ferrini, Aristide Guarneri, Roberto Rosato, Sandro Salvadore; Giancarlo Bercellino, Antonio Juliano, Giovanni Lodetti, Gianni Rivera, Giancarlo de Sisti; Pietro Anastasi, Angelo Domenghini, Sandro Mazzola, Pierino Prati, Luigi Riva.

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See also: Fußball-Europameisterschaft 1968, 10. Juni, 1968, 5. Juni, Bobby Charlton, Dino Zoff, Dragan Dzajic, Elfmeterschießen