Gaffel

left|25px|Begriffsklärung Dieser Artikel behandelt die Bedeutung von Gaffel im Schiffsbau, für die Bedeutung in der Kölner Geschichte, siehe Gaffel (Köln).

Der Begriff Gaffel (niederdeutsch für "Gabel") bezeichnet eine verschiebbare, an einem Mast befestigte, schräg nach oben ragende Stange. Zwischen der Gaffel und dem Baum wird das asymmetrisch trapezförmige Gaffelsegel aufgespannt. Es handelt sich bei dem Gaffelsegel um eine Weiterentwicklung der Lateinertakelung, nur dass das Segel seinen hinteren Druckpunkt nicht über die Spiere am Mast, sondern in einer Klaue findet. Diese Klaue, ursprünglich aus einer starken Astgabel, später aus Gusseisen oder Stahl hergestellt findet ihren Widerpart in der sogenannten Piek, die am Ende des Rundholzes angeschlagen ist. Beim Setzen muss darauf geachtet werden, dass das Holz bis zum Anschlagpunkt der Gaffelklaue mittels Piekfall und Klaufall parallel zum Baum gehieft wird.

Man unterscheidet prinzipiell die Normalgaffel von der Steilgaffel. Bei der Steilgaffel kann das Fahrzeug höher an den Wind gehen, allerdings steigt die Gefahr der Verwindung des Tuchs. Schnell waren die Grenzen des damaligen Baumwollsegeltuches erreicht. Man behalf sich mit eingearbeiteten Segellatten.

Als Weiterentwicklung ist das Bermudarigg anzusehen, welches den Stand der heutigen Segeltechnik darstellt.

Ein typisches Segelschiff, welches nur Gaffel- und Sprietsegel führt, ist der Gaffelschoner.

Siehe auch: Quase

See also: Gaffel, Baum (Segeln), Gaffel (Köln), Gaffelschoner, Gusseisen, Lateinertakelung, Mast, Quase, Segellatten