Villa Borghese

Die Villa Borghese befindet sich in Rom, unmittelbar vor der Porta del Popolo. Sie war der Sommerpalast des Borghesischen Fürstengeschlechts, mit ausgedehnten Parkanlagen (ca. 5 km² groß), einst weltberühmt wegen ihrer Schätze antiker Kunst. Die Villa wurde vom Kardinal Scipio Borghese, dem Neffen Papst Pauls V., auf dem Grund und Boden und angeblich auch mit dem konfiszierten Vermögen der Cenci in den Jahren 1613-1616 erbaut. Seit dem Jahr 1901 befindet sie sich im Staatsbesitz.

Die hier einst bewahrten berühmten Kunstwerke des klassischen Altertums, darunter der Hermaphrodit, der so genannte sterbende Seneca und der Borghesische Fechter, wanderten unter Napoleon I. im Jahr 1806 in das Museum von Paris, wurden zwar 1815 der Familie zum Teil zurückgegeben, aber noch vor dem Rücktransport in Paris größtenteils veräußert.

Im 19. Jahrhundert wurde das so genannte Statuenkasino eingerichtet, das eine reiche Sammlung zum Teil bedeutender Antiken enthielt, darunter die sitzende Statue Anakreons, ein Bacchus, eine Juno Pronuba, eine Tyrtäosstatue, ein sitzender Pluto, tanzender Silen etc.

Literatur


Siehe auch: Portal und Themenliste Rom, Palazzo Borghese

Borghese, Villa Borghese

See also: Villa Borghese, 1613, 1616, 1806, 1815, 19. Jahrhundert, 1901, Anakreon, Bacchus, Borghesischer Fechter