Galvanische Trennung

Wenn es für Ladungsträger keinen Weg gibt, aus einem Stromkreis in einen anderen (unmittelbar benachbarten) zu fließen , spricht man von galvanischer Trennung der beiden Stromkreise.

Häufigster Anwendungsfall für die galvanische Trennung sind Transformatoren mit Verbindung zum öffentlichen Stromnetz. Hier ist eine galvanische Trennung vorgeschrieben, die durch zwei elektrisch getrennte Spulen mit einem gemeinsamen Eisenkern realisiert werden.

Informationsaustausch zwischen galvanisch getrennten Stromkreisen ist durch nicht-elektrische Übertrager, zum Beispiel durch Optokoppler (optisch) oder Transformatoren (induktiv) möglich.

Wichtig ist galvanische Trennung zum Beispiel dann, wenn in einer Schaltung, zum Beispiel an einer Triode, mit einem Messgerät (zum Beispiel einem Computermesswerterfassungssystem) mehrere Niederspannungen gemessen werden sollen, deren Bezugspotentiale sich stark unterscheiden. Die Messwertaufnehmer für die beiden Spannungen müssen dann voneinander (und unter Umständen auch vom Messgerät) galvanisch getrennt sein, weil sonst eine hohe Spannung über dem Messgerät abfällt.

Liegen zum Beispiel in einer Schaltung die Potentiale P1 = 0V, P2 = 2V, P3 = 200V und P4 = 203V vor, dann können die Spannungen U21 = 2V und U43 = 3V mit einem Niederspannungsmessgerät gemessen werden, die Spannung U31 beträgt allerdings 200V. Diese Spannung könnte das Messgerät zerstören.


Kategorie:Elektrotechnik

See also: Galvanische Trennung, Ladungsträger, Optokoppler, Potential, Stromkreis, Transformator, Triode