Ehingen (Donau)

Wappen Karte
130px|Wappen Ehingen (Donau)
140px|Deutschlandkarte, Position von Ehingen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Alb-Donau-Kreis
Geografische Lage: 48° 17' n. Br.
9° 44' ö. L.
Höhe: 515 m ü. NN
Fläche: 178,4 km²
Einwohner: 25.867 (31. Dez. 2004)
Bevölkerungsdichte: 145 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89574-89584
Vorwahl: 07391
Kfz-Kennzeichen: UL ,(noch gültig: EHI)
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 033
Stadtgliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
89584 Ehingen (Donau)
Website: www.ehingen.de
E-Mail-Adresse: info@ehingen.de
Politik
Oberbürgermeister: Johann Krieger (CDU)
280px|none|Ehingen 1898Ehingen 1898

Ehingen ist eine Große Kreisstadt an der Donau im Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erste Menschen haben sich im Gebiet Ehingens vermutlich schon zur Jungsteinzeit niedergelassen - vereinzelte Funde bestätigen dies. Hinweise auf die Kelten sind spärlich. In der Römerzeit war Ehingen wohl ein wichtiger Durchgangspunkt (Heerstraße). Es folgte die alemannische Einwanderung - damit begann die Geschichte des Ortes Ehingen (-ingen weißt schon darauf hin). Ein Alemannenfriedhof an der Schmiech zeugt ebenso davon, wie bedeutende Funde aus den Jahren 1929-1930. Die erste nachgewiesene urkundliche Erwähnung für Ehinga datiert aus dem Jahre 961 in einer Tauschurkunde des Bistums Chur mit dem Kloster Schwarzach (Baden). Die Ansiedlung lag in der Schmiechniederung an der Stelle der heutigen Unteren Stadt. Die eigentliche Gründung der Stadt begann jedoch erst mit der Neugründung durch die Grafen von Berg neben ihrer Burg über der Schmiech. An sie erinnert das heutige Stadtwappen. Nach dem Aussterben des Berger Grafenhauses fiel Ehingen jedoch 1346 an Österreich. Die finanzschwachen Habsburger verpfändeten die Stadt jedoch bald an diverse Adlige. Dieser Umstand sowie der wachsende Wohlstand der Bürger ermöglichte es der Stadt, wichtige Rechte zu erwerben, die an die Nähe der Reichsstädte herankamen.

Im Jahre 1500 hielt sich Kaiser Maximilian mehrfach innerhalb der Mauern von Ehingen auf. Zu seinem Freundeskreis gehörten die gebürtigen Ehinger Gebrüder Winckelhofer, der Dichter Jakob Locher sowie der Bildhauer Jörg Muskat.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg war Ehingen regelmäßiger Treffpunkt der schwäbisch-österreichischen Stände. Brände von 1688 und 1749 hinterließen deutliche Spuren im Stadtbild. Im Frieden von Preßburg 1805 musste Habsburg seine Vorlande an die französischen Verbündeten abtreten. Ehingen kam nach über viereinhalb Jahrhunderten österreichischer Herrschaft an das neugeschaffene Königreich Württemberg. Bereits im folgenden Jahr bestimmte man es zum Sitz eines Oberamtes, dem Vorläufer der heutigen Landkreise.

Im Hungerjahr 1816 kam kurz die Not nach Ehingen, die dank guter Vorräte im Spitalkasten milder als in anderen Gemeinden und Städten Mitteleuropas ablief. Seit 1717 war zwar eine städtische Feuerspritze vorhanden - jedoch erst am 5. Oktober 1861 wurde die Freiw. Feuerwehr Ehingen gegründet und damit eine zuständige Organisation zur Brandbekämpfung ins Leben gerufen. Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Gewerbe stark und somit natürlich auch die Stadt. Bedeutend waren das Brauereigewerbe (auch heute noch zählt Ehingen überdurchschnittlich viele Brauerein) und das Baugewerbe (Zementwerk von Ehingen 1890-1927). 1937 ließ sich die Schwäbische Zellstoff AG (jetzt Sappi) in Ehingen nieder. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Geschichte der Fa. Schlecker, die mit einer Metzgerei in der Bahnhofstraße startete.

Im Laufe der Kreisreform in den 1970er Jahren wurde der Landkreis Ehingen mit dem Landkreis Ulm zum Alb-Donau-Kreis zusammengeschlossen.

Seit 1974 ist Ehingen mit seinen inzwischen 17 Teilorten Große Kreisstadt.

Eingemeindungen

Politik

Bürgermeister

Partnerstädte

Esztergom (Ungarn)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Ehingen ist durch die Bundesstraße B 465 (Kirchheim unter Teck - Leutkirch im Allgäu) und die Bundesstraße B 311 an das überregionale Straßennetz angebunden. Mit dem überregionalen Schienennetz ist Ehingen durch die Donautalbahn (Donaueschingen - Ulm) verknüpft.

Der ÖPNV wird durch den Donau-Iller-Nahverkehrsverbund gewährleistet.

Ortsansässige Unternehmen

Medien

In der Stadt erscheint das Ehinger Tagblatt, das zur Verlagsgruppe Südwest Presse gehört.

Gerichte

Ehingen verfügt über ein Schandgericht, das zum Landgerichtsbezirk Ulm und zum OLG-Bezirk Stuttgart gehört.

Bildung

Gesundheit

Das Kreiskrankenhaus Ehingen bietet 198 Betten in den Abteilungen Chirurgie, Innere Medizin, Geburtshilfe/Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohren und Urologie. Ein Dialysezentrum ist ebenfalls vorhanden. Die BruderhausDiakonie betreibt in Ehingen Einrichtungen in der Behindertenhilfe und der Sozialpsychiatrie.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Ehingen liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße.

Museen

Bauwerke

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

Weblinks


See also: Ehingen (Donau), -ingen, 1346, 1469, 1471, 1500, 1578, 1688