Gaussberg
Der Gaussberg ist ein vulkanischer Berg in der Antarktis. Er liegt bei 66°48.4' Süd, 89°11.5' Ost direkt an der Küste zum Indischen Ozean im so genannten Kaiser-Wilhelm-II.-Land, und damit im Australischen Anspruchsgebiet der Antarktis. Seine Höhe beträgt 367 m ü. NN und seine aus dem Eisfeld emporragende markante Spitze ist der einzige eisfreie Ort in seiner größeren Umgebung. Der Gaussberg ist deshalb ein wichtiger Orientierungspunkt in der antarktischen Küstenregion.
Entdeckt und benannt wurde er 1902 durch Erich von Drygalski auf seiner Südpolarforschungsreise. Von Drygalski benannte den Berg, wie schon sein Schiff, nach dem Mathematiker und Geographen Carl Friedrich Gauß.
Der Vulkan bildet die südöstliche Spitze des Gaussberg-Kerguelen-Meeresrückens, zu dem neben den Kerguelen auch die Heard und McDonaldinseln gehören. Daher ist er immer wieder Gegenstand vulkanologischer bzw. geologischer Forschung.
In der niedersächsischen Stadt Braunschweig existiert ein Hügel mit dem Namen Gaußberg sowie die Straße Am Gaussberg.
