Gaußsche Quadraturformeln
Eine Gaußsche Quadraturformel (nach Carl Friedrich Gauß) ist eine Quadraturformel besonders hoher Genauigkeit.
Hier werden die Nullstellen der Legendre-Polynome als Stützstellen genutzt. Während interpolatorische Quadraturformeln n-ten Grades (also mit n Stützstellen) per Definition lediglich Polynome maximal (n − 1)-ten Grades korrekt integrieren müssen, erreichen Gaußformeln Exaktheit auf dem Raum der Polynome (2n − 1)-ten Grades. Durch diese Eigenschaft kann man die Gaußformeln charakterisieren.
Anwendung des Gaußschen Quadraturverfahrens
Zunächst werden die Knoten gi aus den Nullstellen des Legendre-Polynoms n-ten Grades gebildet, wobei n die Anzahl der Stützstellen und damit die Genauigkeit des Integrals bestimmt.
Die Gewichte wi können mit Hilfe des Lagrange-Polynoms und der Knoten gi berechnet werden:
Jetzt kann das Integral der Funktion f(x) im Intervall
berechnet werden.
siehe auch: Gauß-Quadratur
Kategorie:Numerische Mathematik
