Gebirgspass
Als Gebirgspass oder kurz Pass bezeichnet man die tiefste Stelle eines Bergrückens oder Gratverlaufs zwischen zwei Bergen oder zwischen zwei Gebirgsgruppen. In manchen Gegenden wird ein solcher Grateinschnitt auch als Joch bezeichnet.
In der Geomorphologie wird eine solche Einsenkung innerhalb eines Gebirgskammes als Sattel bezeichnet. Diese Einsenkung kann durch lokale Verwitterungsunterschiede, insbesondere aber durch Gletscherschliff (Transfluenzsattel) entstehen.
Oft ist ein Pass von einem Weg bzw. einer Straße erschlossen, die diesen tiefsten Punkt des Gebirges oder Bergstocks als Verbindung zwischen zwei Tälern nutzt. In diesem Fall wird die Bezeichnung Pass oft als Synonym für diesen Weg verwendet. Neben der Verbindung über einen Gebirgskamm hinweg, haben Pässe häufig auch die Funktion der Erschließung besonderer Landschaftsregionen, die das "Naturerlebnis" oder die besondere sportliche Herausforderung (siehe Tour de France) betont.
Die Geschichte vieler Pässe als Konzentrationspunkte vieler länderverbindenden Wege ist durch Ausgrabungen über Jahrtausende hinweg belegt.
Bekannte Pässe in den Alpen
- Arlberg
- Brennerpass
- Reschenpass
- Fernpass
- Malojapass
- Stilfser Joch
- Splügenpass
- Septimerpass
- Julierpass
- Albulapass
- St. Gotthard
- San Bernardino
- Wurzenpass
- Semmering-Pass
- Colle di Tenda
- Loiblpass
Bekannte Pässe in aller Welt
- Kardung La (5606 m, Ladakh, Kaschmir, Indien, höchster befahrbarer Pass der Welt)
- Taglang La (5317 m, Ladakh, Kaschmir, Indien, zweithöchster befahrbarer Pass der Welt)
- Kunjerab-Pass (4730 m, Karakorum, Pakistan/VR China, der höchste Grenzübergang der Welt)
- Abra Anticona (4800 m, Anden, Peru, der höchste Eisenbahnpass der Welt)
- Khyber-Pass (1100 m, Hindukusch, Pakistan/Afghanistan, historisch wichtiger Pass zwischen Orient und Südasien)
- Línea 5 in Kolumbien die höchste für Lastwagen befahrbare Passstraße der Welt überquert in Höhen bis 3200 m die Kordilleren
