Geburtenrate
Die Geburtenrate ist eine in der Demografie verwendete Einheit. Unter Geburtenrate versteht man den meist in Prozent angegebenen Anteil der in einem Jahr geborenen Kinder an einer bestimmten Bevölkerungsgruppe.
In der Bevölkerungsstatistik wird dagegen die Anzahl der Geburten pro Jahr bezogen auf 1000 Einwohner angegeben (so genannte rohe Geburtenrate), also rechnerisch:
mit
- Lg: Lebendgeborene und Ew: Einwohner.
thumb|Bundesrepublik Deutschland: Rohe Geburtenraten nach Kreisen, 1996 (Datenquelle: Statistisches Bundesamt) In der Bundesrepublik sind aktuelle regionale Geburtenraten zwischen 5/1000 und 15/1000 zu beobachten. Ableitungen der allgemeinen Geburtenrate bilden Geburtenraten, die nicht auf die Gesamtbevölkerung einer Raumeinheit, sondern auf Teilgruppe wie beispielsweise Stadtbevölkerung oder Landbevölkerung bezogen werden.
Die Geburtenrate ist zu unterscheiden von der Fertilitätsrate. Zusammen mit der Sterberate bildet sie die Faktoren des natürlichen Bevölkerungswachstums.
Die Geburten- ist wie die Sterberate kurz- und langfristigen Veränderungen unterworfen. Im Modell des demografischen Übergangs wird die Annahme getroffen, dass es einen einheitlichen Trend von hohen zu niedrigen Geburten- und Sterberaten gibt. Dieser Trend lässt den Altenquotienten steigen. Hohe Geburten- und Sterberaten würden zu einem Steigen des Jugendquotienten führen. Eine besonders deutliche Veränderung der Geburtenrate erlebten viele Staaten nach Einführung der Antibabypille (Pillenknick).
Siehe auch
- Demografie
- Bevölkerung
- Demografischer Übergang
- Geburtenziffer
- Geburtendefizit
- Reproduktionsziffer
- Fruchtbarkeitsrate
- Fertilitätsrate
