Gefährliche Ströme

Unter gefährlichen Strömen wird hier die Stromstärke oder Intensität des elektrischen Stromes, welche für den Menschen gefährlich ist, verstanden.

Inhaltsverzeichnis

Gefährliche Stromstärken

Entscheidend für die Folgen eines Stromunfalles ist die Stromstärke, die durch den Körper des betroffenen Menschen, fließt.

Stromstärken:


Allgemein lässt sich sagen, dass Stromstärken ab 50 mA bereits tödliche Folgen haben können.

Faktoren

Die Gefährlichkeit des Stromes ist von mehreren Faktoren abhängig:

Durchströmungsdauer: Je länger der Strom auf den Körper wirkt, desto stärker sind auch die Auswirkungen. So reicht bei einer Dauer von einigen Sekunden bereits eine Stromstärke von 50 mA aus um ein Herzstillstand zu verursachen, wobei bei einer Dauer von einigen Millisekunden eine viel höhere Stromstärke dazu erforderlich ist.

Stromart: Wechselstrom ist bei längerer Durchströmungsdauer, vor allem in Bezug auf Herzkammerflimmern, etwa 3 mal gefährlicher als Gleichstrom.

Weitere: Der Bereich der Körperoberfläche, die Art des Kontaktes und der Zustand der Stromübergangsstelle (Feuchtigkeit, Temperatur) und individuelle physiologische Eigenschaften der berührenden Person stellen ebenfalls wichtige Faktoren dar.

Bezug zur Spannung

Die Stromstärke hängt unmittelbar von der elektrischen Spannung ab. Erst wenn genügend Spannung vorhanden ist, kann ein ausreichend starker Strom fließen. An der Haushaltssteckdose liegt eine Spannung von 230 V~ an .

Die Stromstärke, die durch den Menschen fließt, kann nach dem Ohmschen Gesetz,

I = \frac{U}{R},

U = Spannung (Volt)
R = Widerstand (Ohm)

bestimmt werden, wobei der Mensch einen Widerstand von etwa 1000 Ohm (z.B Hand zu Hand, Hand zu Fuß) besitzt.

Bsp.: Bei einer Spannung von 230 Volt ergibt sich nach I = 230V/1000 Ohm, eine Stromstärke von 230 mA.

Siehe auch

Weblinks


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