Geldanlage
Unter einer Geldanlage versteht man die Investition von Geldbeträgen. Ziel ist es im Idealfall einen Wertzuwachs oder einen Ertrag zu erwirtschaften, mindestens aber den realen Wert zu erhalten. Durch Sparen werden die notwendigen Gelder für eine Geldanlage bereitgestellt. Zum Ge- oder Verbrauch erworbene Gütern werden nicht als Geldanlage gezählt. Die Geldanlage schließt auch die Kapitalanlage mit ein.
Ziele der Geldanlage
Eine Geldanlage kann die folgenden Ziele verfolgen:
- geringes Risiko: Die Geldanlage sollte möglichst sicher sein, d.h. die Wertschwankungen und die Wahrscheinlichkeit des Verlustes des eingesetzten Kapitals sollten minimiert werden.
- hohe Rendite: Die Geldanlage sollte einen möglichst hohen Ertrag innerhalb einer bestimmten Periode abwerfen.
- hohe Liquidität: Die Geldanlage sollte möglichst schnell wieder zu Geld gemacht (d.h. im Allgemeinen verkauft) werden können. (siehe auch Fungibilität)
Diese Ziele verhalten sich zueinander konkurrierend, d.h. es können nicht alle Ziele vollständig erfüllt werden. Man spricht in diesem Zusammenhang von dem Dilemma des Magischen Dreiecks der Geldanlage.
Beispiele für Formen der Geldanlage
- Bargeld in eigener Verwaltung (z.B. der sprichwörtliche "Strumpf unter der Matratze")
- Sichteinlagen
- Termingeld
- Spareinlagen wie Sparbuch und Sparbriefe
- Schatzbriefe des Bundes
- Aktien
- festverzinsliche Wertpapiere
- Fonds, Aktienfonds
- Immobilien
- Gold und andere Edelmetalle
- Kunstbesitz: Briefmarke, Gemälde, Teppiche, Antiquitäten
- Schuldschein bzw. Wechsel
- Pfandbriefe
- Kapitallebensversicherungen
- historische Münzen, Anlagemünzen (z.B. Krügerrand)
- Ethische Geldanlage
Siehe auch
- Zins, Zinsabschlag
- Zinsrechnung
- Bank, Sparkasse
- Depot
- Diversifikation
- Kapitalanlagerestriktionen
- Anlagesektor
- Anlageausschuss, Anlagegrenzen, Anlagepolitik
