Geldmenge

Unter der Geldmenge versteht man in der Ökonomie den gesamten Bestand an Geld, der in einer Volkswirtschaft zur Verfügung steht. Die Summe aus Bargeld und Sichteinlagen wird auch als reale Geldmenge bezeichnet. Sie deckt sich mit der Geldmenge M1.

In der Volkswirtschaftslehre und von den Zentralbanken werden verschiedene Geldmengenkonzepte betrachtet, die durch ein »M« gefolgt von einer Zahl bezeichnet werden. Für M1 und die folgenden Geldmengenaggregate M2 und M3 gilt dabei stets, dass das Geldmengenaggregat mit einer höheren Zahl das mit einer niederen einschließt. Außerdem soll eine niedrigere Zahl eine größere Nähe der betrachteten Geldmenge zu unmittelbaren realwirtschaftlichen Transaktionen bedeuten. Die Abgrenzung der einzelnen Aggregate ist konventionell und international nicht einheitlich. Die sogenannte Geldbasis M0 nimmt eine Sonderstellung ein. Sie stellt die Summe von Bargeldumlauf und Zentralbankgeldbestand der Kreditinstitute dar.


Für M1 bis M3 definiert z.B. die Deutsche Bundesbank:

Anders die Schweizer Nationalbank:

Im Gegensatz hierzu die EZB:

Die Geldmenge M ist über die Quantitätsformel von Irving Fisher direkt mit der Umlaufgeschwindigkeit V, und der Summe aller verkauften Produkte X, multipliziert mit ihren Preisen P verknüpft.

M * V = \sum Xn * Pn

In der Praxis wird die Umlaufgeschwindigkeit jedoch nicht direkt gemessen, sondern über die vorangestellte Gleichung berechnet. Dabei wird die Summe aus allen verkauften Produkten und ihren Preisen mit dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) gleichgesetzt.

V1 = BIP / M1

See also: Geldmenge, Bruttoinlandsprodukt, Geld, Geldbasis, Geldmarktpapiere, Irving Fisher, MFI, Quantitätsformel, Sichteinlage, Umlaufgeschwindigkeit (Geld)