Genetisch modifizierte Nahrungsmittel

Genetisch modifizierte Lebensmittel sind aus der Substanz von Pflanzen oder Tieren bestehende Nahrungsmittel, deren Genom gentechnisch verändert wurde.

Die Absicht ist, bislang nicht vorhandene Eigenschaften im Organismus auszuprägen. Gewünschte Eigenschaften sind u.a.

Unternehmerische Absichten

Inhaltsverzeichnis

Kontroversen

Gegner genetisch modifizierter Lebensmittel befürchten, dass modifizierte oder fremde Gene in wilde Populationen entkommen könnten und natürliche Systeme nachhaltig gestört würden.

Aufgrund der relativen Neuheit genetisch modifizierter Lebensmittel sei es nicht möglich, die Unbedenklichkeit für den menschlichen Verzehr zu garantieren, siehe die von Arpad Pusztai ([1]) durchgeführten Versuche über Monsantos patentierte (Tierfutter)-Maissorte MON863, welche sich im Tierversuch als gesundheitsschädlich erwies. Gentechnik-Befürwortern zufolge ist diese Studie längst widerlegt und fehlerhaft).

Die Patentierung genetisch modifizierter Organismen bringe insbesondere kleine Landwirte in eine Abhängigkeit von großen Konzernen.

Dass die Verwendung von gentechnisch veränderten Pflanzen zu Ertragsteigerungen führen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verringern helfen, ist trotz des großflächigen praktisch weltweiten Einsatzes nicht bewiesen und nach wie vor umstritten.

Im Zusammenhang mit gentechnisch veränderten Lebensmitteln gibt der Begriff „Schwellenwert“ die Höhe an (in Prozent) von zufälligen, technisch nicht vermeidbaren Beimischungen von GVOs in Saatgut, Lebens- oder Futtermitteln. Der Schwellenwert benennt hier den GVO-Anteil, der von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen ist. Mit dem Schwellenwert nicht zu verwechseln ist der Grenzwert: Dieser benennt die zulässige Obergrenze für einen gesundheitlich problematischen Stoff. Grenzwerte gibt es im Zusammenhang mit der Gentechnik nicht.

Internationale Komplikationen

Genetisch modifizierte Lebensmittel werden hauptsächlich in den USA, Kanada, China und Ländern wie Indien und Brasilien entwickelt und angebaut. Dies bedeutet, dass bereits große Teile der Erdbevölkerung mit gentechnisch veränderten Lebensmitteln in Kontakt kommt.

Die Länder der Europäischen Union halten sich aufgrund der angeblich nicht ausgeräumten Risiken dieser Technologie eher zurück.

Im Jahre 2003 kam und kommt es weiterhin infolge der Weigerung der EU, genetisch modifizierte Lebensmittel einzuführen, zu Handelskonflikten. Im Jahr 2004 wurde die Einfuhr von genetisch modifiziertem Konservengemüse für den direkten, menschlichen Verzehr (Mais) in der EU zugelassen. Weitere Zulassungen sind bereits beantragt und werden vermutlich auch genehmigt werden.

Von der Schweizer Firma Syngenta wurde aufgrund einer Verwechslung jahrelang die gentechnisch veränderte Maissorte Bt10 mit Resistenz gegen das Antibiotikum Ampicillin als zugelassene Sorte Bt11 angebaut und auch in Europa verkauft. [2] [3]

Siehe auch

Genetisch modifizierte Organismen, Transgene Organismen, Knockout-Organismen

Weblinks

Produzenten

Der Monsanto-Konzern ist eine der treibenden Kräfte zur Verbreitung genetisch modifizierter Lebensmittel: http://www.monsanto.com

Weitere Unternehmen sind: Bayer Crop Science (Deutschland), DuPont (USA), Syngenta (Schweiz), Nestlé (Butterfinger).

Gegner

Hintergrundinformation bei Greenpeace: http://archiv.greenpeace.de/GP_DOK_3P/HINTERGR/C05HI03.HTM

Wissenschaftliche & allgemeine Informationen

See also: Genetisch modifizierte Nahrungsmittel, 2003, Ampicillin, Bayer AG, Butterfinger, China, DuPont, Europäische Union, Gen, Genetisch modifizierte Organismen