Gennadi Strekalow

Gennadi Michailowitsch Strekalow (russisch: Геннадий Михайлович Стрекалов ), (* 28. Oktober 1940 in Mytistschi / Moskau, † 25. Dezember 2004 in Moskau) war russischer Kosmonaut und gehörte zur Stammbesatzung der MIR.

Strekalow studierte an der Staatlichen Moskauer Technologischen Universität das Ingenieurwesen für das sowjetische Raketenprogramm. Er stand seit 27. März 1973 in Diensten der russischen Weltraumbehörden und startete im Jahr 1980 zu seinem ersten Flug ins All. Bis 17. Januar 1995 hatte er an insgesamt fünf sowjetischen Weltraum-Missionen teilgenommen. Er gehörte von 1987 bis 2002 zu den Russischen Sojus Missionen, von 1990 bis 1995 war er Angehöriger der russischen MIR-Stammbesatzungen. Insgesamt befand er sich während seines Lebens 268 Tage, 22 Stunden und 22 Minuten im Weltall.

Weltweit bekannt wurde Strekalow im September 1983 als er sich in letzter Sekunde retten konnte. Er befand sich damals vom Weltraumbahhof Baikonur aus auf dem Flug ins All, als 15 Sekunden nach dem Start die die Sojus-Trägerrakete Feuer fing. Unmittelbar vor der Explosion der Rakete konnte er sich zusammen mit seinem damaligen Kollegen retten.

Strekalow nahm an der Space Shuttle-Mission „Atlantis“ teil. Er war damals Mitglied der MIR Crew die mit dem Space Shuttle zurückgeflogen ist. Stekalow wurde mit vielen Auszeichnungen versehen. Nach seinem ersten Flug 1980 erhielt er die höchste Auszeichnung des Kreml, den Orden "Held der Sowjetunion".

Im Jahr 1990 sorgte Strekalow während seines letzten Weltraumfluges zur Raumstation MIR nochmals für Aufsehen. Er weigerte sich aus Sicherheitsgründen einen Weltraumspaziergang zu unternehmen. Daraufhin wurden ihm vom russischen Staat einige seiner Vergünstigungen gestrichen. Obwohl in der Sowjetunion nicht üblich, ging Strekalow vor Gericht und gewann den Streit gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber. Er galt nach seinem Eintritt in den Ruhestand 1995 in Russland bereits als „Weltraum-Veteran“. Am 25. Dezember 2004 starb Strekalow in Moskau an Krebs.

Personendaten
Strekalow, Gennadi Michailowitsch
Raumfahrer
28. Oktober 1940
Mytistschi, Moskau
25. Dezember 2004
Moskau


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See also: Gennadi Strekalow, 1940, 2004, 25. Dezember, 28. Oktober, Atlantis (Raumfähre), Baikonur, EVA, Held der Sowjetunion