Georg August Zinn
Georg August Zinn (* 27. Mai 1901 in Frankfurt am Main; † 27. März 1976 in Wiesbaden) war ein deutscher Politiker der SPD. Von 1951 bis 1969 war er Ministerpräsident Hessens.
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Partei
Zinn war Mitglied der SPD. Während des Bundestagswahlkampfes 1961 gehörte er zu der Regierungsmannschaft, die Willy Brandt am 25. November 1960 auf dem SPD-Bundesparteitag in Hannover vorstellte. Zinn war für den Fall des Wahlsieges als Bundesjustizminister vorgesehen.
Abgeordneter
1947 war Zinn Mitglied des Wirtschaftsrates der Bizone und dort bis zum 1. September 1947 stv. Vorsitzender des Plenums und Vorsitzender des Rechtsausschusses. Er war 1948/1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates, wo er Vorsitzender des "Ausschusses für Verfassungsgerichtshof und Rechtspflege" sowie stv. Vorsitzender des "Ausschusses für Grundsatzfragen und Grundrechte" war. Dem Deutschen Bundestag gehörte Zinn seit dessen ersten Wahl 1949 bis zum 21. Januar 1951 an und vertrat dabei den Wahlkreis Kassel. In dieser Zeit war auch Vorsitzender des "Bundestagsausschusses zum Schutz der Verfassung". Erneut gehörte er dem Deutschen Bundestag seit der Bundestagswahl 1961 bis zum 13. Dezember 1961 an.
Öffentliche Ämter
Vom 1. Dezember 1946 bis zum 31. Oktober 1949 war Zinn hessischer Justizminister. Vom 10. Januar 1951 bis Oktober 1969 war er dann Ministerpräsident von Hessen. Damit ist er bis heute der am längsten amtierende hessische Ministerpräsident gewesen. Vom 7. September 1953 bis zum 6. September 1954 und vom 01. November 1964 bis zum 31. Oktober 1965 war Zinn turnusgemäß Bundesratspräsident. Vom 23. Juni 1955 bis 1969 war Zinn der vom Bundesrat bestimmte Co-Vorsitzende des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat.
Der Hessentag, eine jährliche Festveranstaltung des Landes Hessen in wechselnden Orten, wurde von ihm 1961 initiert.
Ehrungen
Georg August Zinn ist Ehrenbürger der Städte Frankfurt am Main und Kassel.
Veröffentlichungen
- Zinn, Georg August, Theodor Eschenburg, Theodor Heuss; Festgabe für Carlo Schmid zum 65. Geburtstag, Tübingen 1962.
- Gemeinsam mit Erwin Stein (CDU) verfasste er einen Kommentar zur hessischen Verfassung (Zinn/Stein).
Literatur
- Hessisches Hauptstaatsarchiv (Hrsg.): Unsere Aufgabe heißt Hessen - Georg August Zinn - Ministerpräsident 1950-1969, Wiesbaden 2001
Weimarer Republik: Carl Ulrich | Bernhard Adelung
Nachkriegszeit: Ludwig Bergsträsser | Karl Geiler
Bundesrepublik: Christian Stock | Georg August Zinn | Albert Osswald | Holger Börner | Walter Wallmann | Hans Eichel | Roland Koch
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zinn, Georg August |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Hessischer Ministerpräsident |
| GEBURTSDATUM | 27. Mai 1901 |
| GEBURTSORT | Frankfurt am Main |
| STERBEDATUM | 27. März 1976 |
| STERBEORT | Wiesbaden |
