Georg Cantor

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Georg Cantor

Georg Cantor (* 3. März 1845 in Sankt Petersburg; † 6. Januar 1918 in Halle (Saale)) war ein deutscher Mathematiker und Begründer der Mengenlehre.

Er studierte in Darmstadt, Zürich und Göttingen und promovierte 1867 in Berlin. Zu seinen Lehrern zählten Karl Weierstraß, Ernst Eduard Kummer und Leopold Kronecker. Später arbeitete er in Halle. Befreundet mit Richard Dedekind.

Cantor lieferte wichtige Beiträge zur modernen Mathematik. Auf ihn geht folgende Definition über Mengen zurück:

Eine Menge ist eine Zusammenfassung bestimmter, wohlunterschiedlicher Dinge unserer Anschauung oder unseres Denkens, welche Elemente der Menge genannt werden, zu einem Ganzen.

Cantor gilt als Begründer der Mannigfaltigkeitslehre (1877) (heute: Mengenlehre) durch den Vergleich eineindeutiger Zuordnungen der Elemente von unendlichen Mengen. Er bezeichnete Mengen, für die eine solche Beziehung hergestellt werden kann als äquivalent oder „von gleicher Mächtigkeit“. Demnach ist die Menge der natürlichen Zahlen (1,2,3, ... ) der Menge der geraden Zahlen (2,4,6, ... ) äquivalent. Die Arbeiten waren unter den Mathematikern seiner Zeit wegen des Umgangs mit dem „aktual“ Unendlichen umstritten (z. B. die Menge aller Mengen). Nach Auffassung Kroneckers und der ihm folgenden „Intuitionisten“ kann man eine unendliche Menge nicht in ihrer Gesamtheit als „aktual“ gegeben hinnehmen.

Nach Cantor ist auch die cantorsche Paarungsfunktion(auch Nummerierungsfunktion) benannt.

Siehe auch: Cantor-Diagonalisierung, Cantor-Staub

Werke

Literatur

Weblinks

Cantor, Georg Cantor, Georg Cantor, Georg

Personendaten
Cantor, Georg
deutscher Mathematiker
3. März 1845
Sankt Petersburg
6. Januar 1918
Halle (Saale)

See also: Georg Cantor, 1845, 1867, 1918, 3. März, 6. Januar, Berlin, Cantor-Diagonalisierung, Cantor-Staub