Georg Friedrich Grotefend

Georg Friedrich Grotefend (* 9. Juni 1775 in Hann. Münden – † 15. Dezember 1853 in Hannover) war ein deutscher Sprachwissenschaftler. Er begann mit der Entzifferung der Keilschrift.

Georg Friedrich Grotefend ist Großvater des Archivars und Chronologen Hermann Grotefend (* 18. Januar 1845 Hannover – † 26. Mai 1931 Schwerin).

Grotefend widmete sich in Göttingen philologischen Studien. 1802 gelang es ihm, innerhalb nur weniger Wochen, die bereits 1621 entdeckte und kopierte, persische Inschrift von Behistun im Iran zu entziffern. Ausgangspunkt war eine Wette, bei der er den Standpunkt vertrat, es sei möglich, ein vollkommen unbekanntes Schriftsystem aus sich selbst heraus zu entziffern. Besondere Verdienste erwarb sich Grotefend durch die Entzifferung der Keilschriften von Persepolis, die Carsten Niebuhr auf seiner großen Arabien-Reise in Niniveh kopiert hatte. Dem folgten Arbeiten zu babylonischen und assyrischen Keilschriften.

Als Griechischlehrer kannte Grotefend die Namen der persischen Könige. Er bestimmte 15 Zeichen der persischen Keilschrift, indem er von jener Form der Namen ausging, die sie in der Avesta hatten. Er stellte fest, dass die Könige in der ihm vorliegenden Inschrift weder Kyros noch Kambyses sein konnten, da beide Namen mit den gleichen Laut begannen, das erste Zeichen dagegen verschieden war. Darüber hinaus konnte es sich auch nicht um Kyros und Artaxerxes handeln, da der erste Name zu kurz und der zweite zu lang war. Es blieben also Darius und Xerxes. Dieses wurde durch die Tatsache bestätigt, dass in der Inschrift des Sohnes der Vater den Königstitel hatte, aber nicht umgekehrt.

Grotefend liegt in Hannover auf dem Gartenfriedhof (Marienstraße) begraben.

Karriere

Werke

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Personendaten
Grotefend, Georg Friedrich
deutscher Sprachwissenschaftler
9. Juni 1775
Hann. Münden
15. Dezember 1853
Hannover

See also: Georg Friedrich Grotefend, 15. Dezember, 1621, 1775, 1797, 18. Januar, 1802, 1803, 1821