Geradeausempfänger
Beim Geradeausempfänger finden die Aktionen Selektion, Hochfrequenzverstärkung und Demodulation auf ein und der selben Frequenz statt. Die zu empfangene Frequenz gelangt 'geradeaus', d.h. ohne Überlagerung oder Mischung zum Demodulator.
Geradeausempfänger waren bis in die 50er Jahre sehr verbreitet. Mit dem sich etablierenden UKW-Rundfunk verlor dieses Konzept an Bedeutung, da die Superhets immer günstiger wurden und der Vorteil der Einfachheit immer mehr in den Hintergrund trat. Einen letzten großen Auftritt hatte der Geradeausempfänger mit den einfachen Pendelaudions Anfang der 50er in den einfachen UKW-Geräten. Doch die hohe Störstrahlung und die schlechte Trennschärfe verdrängten den Geradeausempfänger auch hier.
Heute werden Geradeausempfänger nur noch von Bastlern und zum Empfang des Signals von DCF77 verwendet.
Eine weitere heute übliche Anwendung ist der Empfang von Längstwellen mit der PC-Soundkarte, wobei der Verstärker der Soundkarte die Rolle des "Hochfrequenz"-Verstärkers übernimmt.
Beispiele für Geradeausempfänger sind der Detektor-Empfänger und das Audion. Der bekannteste Geradeausempfänger war hierzulande der Volksempfänger.
Siehe auch: Überlagerungsempfänger
