Gérard Genette

Gérard Genette (* 1930 in Paris) ist ein französischer Literaturwissenschaftler, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts großen Einfluss auf die Entwicklung der Erzähltheorie hatte.

Nach dem Abschluss der École Normale Supérieure wurde Genette zunächst als Assistent und 1967 als Professor für französische Literatur an die Sorbonne berufen. 1970 war er an der Gründung der Zeitschrift Poétique beteiligt.

Genette beschäftigte sich hauptsächlich mit Fragen der Textanalyse auf Grundlage des Strukturalismus. Er publizierte einflussreiche Beiträge, u.a. zur Rolle des Autors und der Intertextualität (auch in Auseinandersetzung mit den Arbeiten Julia Kristevas), die er als eine Unterkategorie der "Transtextualität" auffasst.

Auf Genette geht unter anderem die Neuprägung des Begriffs Diegese zurück, mitsamt der daraus entwickelten Kriterien zur Bestimmung von Fokus bzw. Erzählerposition eines narrativen Textes.

Werke (Auswahl)

Übersetzungen

Beide enthalten in: ders.: Die Erzählung. Hrsg. von Jochen Vogt. München 1998.

Literatur

Siehe auch


Kategorie:Literaturwissenschaft

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Personendaten
Genette, Gérard
französischer Literaturwissenschaftler
1930
Paris

See also: Gérard Genette, 1930, 1967, 1970, 20. Jahrhundert, Autor, Diegese, Erzähltheorie