Gerhard Frey

Dieser Artikel behandelt den deutschen Politiker Gerhard Frey. Für den deutschen Mathematiker siehe Gerhard Frey (Mathematiker).


[[Bild:Udo Voigt, Gerhard Frey.jpg|thumb|261px|Gerhard Frey (rechts) mit NPD-Chef ]] Gerhard Frey (* 18. Februar 1933 in Cham (Oberpfalz)) ist Bundesvorsitzender der Deutschen Volksunion (DVU) und Verleger.

Inhaltsverzeichnis

Familie

Frey stammt aus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie der Oberpfalz. Er ist mit Regine Frey verheiratet und hat einen Sohn (Gerhard jr.) sowie eine Tochter (Michaela).

Beruflicher Werdegang

Er besuchte die Klosterschule Ettal, studierte danach Rechts- und Staatswissenschaften und promovierte 1956 als Dr. rer. pol. in Wirtschaftsrecht an der Universität München. Sein Referendariatsjahr legte er bei der Regierung von Oberbayern ab.

Rechtsextremes Presse-Imperium

Seit 1951 war Frey als freier Mitarbeiter für die Deutsche Soldaten-Zeitung aktiv, die vor allem für ehemalige Angehörige der Waffen-SS schrieb. 1958 gründete Frey den DSZ-Verlag und erreichte, dass die Deutsche Soldaten-Zeitung, später in Deutsche National-Zeitung umbenannt, zur Hälfte in seinen Besitz überging. 1959 wurde er zum Herausgeber und Chefredakteur dieser Zeitung. Seit 1960 gehört ihm das Blatt vollständig.

Seitdem hat Frey teilweise mit Erfolg versucht, die DNZ bundesweit zum Zentralorgan rechtsextremistischer Parteien und Verbände zu machen. Themenbereiche und Darstellungsformen der DNZ reichen von rechtspopulistischen Ressentiments gegen Ausländer, die als Kriminelle und "Asylbetrüger" beschrieben werden, über revisionistische Geschichtsinterpretationen, Agitation gegen das Holocaustmahnmal, Israelfeindschaft, antisemitischen Hetzkampagnen gegen Repräsentanten der Juden in Deutschland bis zur unverhohlenen Werbung für Holocaustleugner wie David Irving. Institutionen und Personen der Nationalsozialisten rückt das Blatt auch mit Hilfe von Faktenfälschungen in ein positives Licht.

In späteren Jahren erwarb Frey die Deutsche Wochenzeitung und konnte bundesweit umfangreichen Immobilienbesitz anhäufen.

Dem DSZ-Verlag (Druckschriften- und Zeitungsverlags GmbH) ist der FZ-Verlag (Freiheitliche Buch- und Zeitschriftenverlags GmbH) angegliedert. Geschäftsführerin des FZ-Verlags ist seine Ehefrau Regine Frey.

Frey gilt als der NS-Devotionalien-Händler schlechthin. Dennoch ist er selbst in der rechten Szene wegen seines kaufmännischen Kalküls sehr umstritten. So äußern selbst zahlreiche Aktivisten der rechten Szene immer wieder, dass Frey „eher an Geld als an Politik interessiert“ sei.

Hintergründe

In Freys wöchentlichen Politorganen bekennt er selber immer wieder die gute Freundschaft, die ihn mit dem Chef des militärischen Geheimdienst Fremde Heere Ost im Dritten Reich Reinhard Gehlen verband, der auch der erste Chef des westdeutschen Bundesnachrichtendienstes war. Gehlen wurde in der US-Besatzungszone Süddeutschland von den US-Amerikanern im Rahmen des "Kalten Krieges" für eigene Zwecke übernommen und in den BND installiert.

Politische Karriere

1971 gründete Frey die Deutsche Volksunion (DVU) als Verein und 1987 auch als Partei und wurde ihr Vorsitzender. 1975 wurde Frey Mitglied der NPD und bemühte sich vergeblich, zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt zu werden. 1979 kehrte er deshalb der NPD den Rücken.

Zitate

„Ich bin tatsächlich der einzige Parteivorsitzende seit Gründung der Bundesrepublik, der seine Partei finanziert.“

Weblinks

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Personendaten
Frey, Gerhard
rechtsextremer Politiker
18. Februar 1933
Cham (Oberpfalz)


See also: Gerhard Frey, 18. Februar, 1933, 1951, 1956, 1958, 1959, 1960, 1971