Gernrode

Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Gernrode am Harz. Die Gemeinde Gernrode im Landkreis Eichsfeld in Thüringen siehe unter: Gernrode (Eichsfeld).


Wappen Karte
Bild:Wappen_fehlt.jpg
Wappenabbildung
auf ngw.nl
140px|Deutschlandkarte, Position von Gernrode hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Quedlinburg
Verwaltungsgemeinschaft: Verwaltungsgemeinschaft Gernrode/Harz
Fläche: 34,06 km2
Einwohner: 3.930 (01. November 2004)
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner je km²
Höhe: 217 m. ü. NN
Höchster Punkt: Victorshöhe 585 m ü. NN
Postleitzahl: 06507
Vorwahl: 039485
Geografische Lage: 51° 43' n. Br.
11° 07' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: QLB
Amtlicher Gemeindeschlüssel: 15 3 64 007
Adresse der Stadtverwaltung: VGem Gernrode/Harz
Marktstraße 11
06507 Gernrode
Website: vgm-gernrode-harz.de/
E-Mail-Adresse: kontakt@vgm-gernrode-harz.de
Politik
Bürgermeister: Werner Grundmann

Die Stadt Gernrode (Stadtrecht seit 1539) feierte 1961 1000jähriges Bestehen. Sie gehört zum Landkreis Quedlinburg in Sachsen-Anhalt und ist staatlich anerkannter Kur- und Erholungsort. Sie ist verwaltungsmäßig in die Verwaltungsgemeinschaft Gernrode/Harz integriert, deren Sitz Gernrode ist. Ein Ortsteil von Gernrode ist Haferfeld.

Aus Meyers Konversationslexikon:
Gernrode war eine von Markgraf Gero um 960 gestiftete reichsfürstliche Frauenabtei (ursprünglich Benediktiner-Nonnenkloster), die 1610 eingezogen ward.

Die noch vorhandene Stifts- oder Cyriakikirche (mit dem Grabmal Geros) ist als ein vollkommenes Bild des ältesten romanischen Baustils architektonisch merkwürdig und 1858-74 mit einem Kostenauswand von 400.000 Mk. restauriert worden. Der älteste Teil dieser Kirche, deren Bau bereits unter Heinrich I. begonnen, aber erst nach dessen Tod 937 vollendet wurde, ist noch heute als östliche Krypta vorhanden, an welche im 12. Jahrhundert ein bedeutender Erweiterungsbau und im südlichen Seitenschiff die merkwürdige Heilige Grab-Kapelle angefügt wurden.

Geschichte

Gernrode ist eine Stadt im Harz. Sie wurde 961 erstmals urkundlich erwähnt. Markgraf Gero hatt hier auf dem Gelände der Burg das Damenstift St. Cyriakus gegründet und die Stiftskirche St. Cyriakus erbauen lassen, die König Otto I. unter seinen besonderen Schutz nahm. Von seiner zweiten Reise nach Rom brachte Markgraf Gero 963 Reliquien des heiligen Cyriakus mit. Kaiser Barbarossa, der 1188 in Gernrode weilte, stiftete für die Stephaniekirche, die zweite historische Kirche, eine Glocke. 1539 erhielt Gernrode das Stadtrecht, 1545 das Braurecht.

thumb|left|Stiftskirche Gernrode. Abbildung aus "Deutsche Kultur des Mittelalters in Bild und Wort" von Dr. Paul Herre. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig 1912.

Gernrode ist Ausgangspunkt der Selketalbahn, die über eine technisch und touristisch sehenswerte Trasse den Harz über Mägdesprung und Alexisbad bis in den Raum Stiege und Hasselfelde erschließt und als älteste Schmalspurbahn des Harzes gilt. Diese wird seit dem 18. April 2005 durch Umbau der bisher von der Deutschen Bahn betriebenen Normalspur-Strecke bis zum Frühjahr 2006 nach Quedlinburg verlängert.

Neuere Attraktionen sind die Riesenkuckucksuhr, aus deren Fenster zu jeder Viertelstunde eine Kuckuck erscheint und die Anwesenden begrüßt (1998 ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen), ein Riesenwetterhäuschen, das immer aktuell die Wetterlage anzeigt, ein Riesenholzthermometer (7,45 m hoch) und der größte Skattisch der Welt.

Bier wird nicht mehr gebraut, aber eine Likörfabrik arbeitet noch in der Stadt.

Weblinks

See also: Gernrode, 12. Jahrhundert, 1539, 1545, 1610, 18. April, 1961, 2005