Gerolstein
thumb|Ruine Kasselburg bei Gerolstein Gerolstein an der Kyll ist eine Stadt in der Eifel und liegt im Landkreis Daun.
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Geografie
Gerolstein hat mit den Stadtteilen etwa 8383 Einwohner (Stand: 04/2001). Im Ort befindet sich eine große Getränkefirma (Gerolsteiner Brunnen). Gerolstein liegt malerisch in einem Tal voller geologischer Überraschungen. Abgesehen von den vulkanischen Ursprüngen kann man hier auch Fossilien aller Art finden. Gerolstein ist ein Luftkurort.
Geschichte
Der Name Gerolstein trat erstmals in Verbindung mit der Löwenburg im Jahre 1115 auf (Gerhardsstein). Stadtrechte wurden Gerolstein 1336 verliehen; die Wiederverleihung der Stadtrechte erfolgte 1953. 1913 wurde die Erlöserkirche in Gerolstein von Kaiser Wilhelm II übergeben. Gerolstein besteht aus der Stadt Gerolstein und den Stadtteilen Oos, Roth, Müllenborn, Lissingen, Hinterhausen, Michelbach, Bücheich und Gees. Zur Verbandsgemeinde Gerolstein gehören ausserdem die Gemeinden Duppach, Kalenborn-Scheuern, Rockeskyll, Kopp, Birresborn, Mürlenbach, Densborn, Salm, Neroth, Berlingen, Pelm und Hohenfels-Essingen.
Ortsteil Bewingen
Bewingen ist der nördlichste Ortsteil der Stadt Gerolstein und liegt drei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Hier umfließt die Kyll in einem großen Bogen die mächtigen, von West nach Ost ziehenden Dolomit- und Basaltmassive. Das Tal verengt sich und nur noch die Bahnlinie, eine Feldstraße und der Fluß haben im Talgrund Platz. Die Straße sucht sich Ihren Weg nach Gerolstein über die Bewinger Höhe und verkürzt so den Weg zum nahen Mittelzentrum um einiges. Ursächlich hängt dies mit den beiden vulkanischen Erhebungen, dem Kasselburgmassiv mit Burlich und dem Hahn auf der westlichen Kyllseite, zwei aufgesetzten Vulkankegeln, und dem Rockeskyller Kopf, ebenfalls ein vulkanischer Vertreter auf dem östlichen Kyllseite zusammen, die mit ihren vulkanischen Gesteinen und Ablagerungen: Lava, Aschen und Schlacken aus der Quartärzeit das Flußtal einengen.
Die Endung "-ingen" verweist auf eine frühe fränkische Besiedlung hin. Urkundlich wird Bewingen erstmals im Jahre 1218 als Besitz des Klosters und der Kirche von Niederehe erwähnt. Dort hatten in den Jahren 1162-1175 die Brüder Theoderich, Alexander und Albero von der Burg Kerpen den Prämonstratenserinnen eine Stiftung gemacht. Die nächste schriftliche Erwähnung erfährt Bewingen im Jahre 1282. In dem Jahr erwarb Gerhard IV von Blankenheim Ländereien, u. a. Steffeln, Niederbettingen und Bewingen. Im Mittelalter besaßen auch die Herren auf der Kasselburg und auf Burg Gerhardstein (Gerolstein) Grundbesitz und Zehntrechte im Ort.1 In der Franzosenzeit, ab 1794, wurde Bewingen der Mairie Rockeskyll zugeordnet. Der Ort blieb auch in preußischer Zeit bei der Bürgermeisterei Rockeskyll. Seit 1969 ist die ehemals selbstständige Gemeinde Bewingen zur Stadt Gerolstein eingemeindet.
Eines der nachweislich ältesten Gebäude ist die kleine, dem heiligen Brixius geweihte Kapelle, die in den Jahren 1744/45 instandgesetzt wurde.2 Ihr spätgotischer Chor weist auf eine Vorgängerkirche hin, die vermutlich um 1500 erbaut worden war.
1 Dettmann, Rolf, Weber, Matthias: Das Kylltal in der Eifel, Köln 1986, S. 76
2 Dohm/Winter: Gerolstein 1986
Siehe auch
- Kasselburg bei Pelm in der Nähe von Gerolstein
- Grafschaft Manderscheid, Grafen zu Manderscheid und Gerolstein
Weblinks
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