Geschichte Ozeaniens
Die sehr junge Geschichsschreibung des beginnt durch Europäer im 16. Jahrundert. Leider ist von den asiatischen und polynesischen Ursprüngen vor dieser Zeit nicht vieles an Informationen erhalten geblieben.
Man geht davon aus, das die Ureinwohner die Besiedelung um 1500 - 1300 v. Chr. von den Philippinen und Taiwan begannen. In Kon Tikis sollen die Menschen sich über das Inseldreieck Tonga-Fidschi-Samoa södostwärts auf die Inselwelt des Südpazifik ausgebreitet haben.
Die Besiedelung der australischen Inseln soll durch Aborigenes um 1000 v. Chr. erfolgt sein.
16. Jahrhundert
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Magellans Reise um die Welt, Ein Beispiel für den Entdeckergeist des 16. Jhdts.
Der Entdeckungsgeist des 16. Jahrhunderts ist Ausschlaggebend für die Zahlreichen Expeditionen die nach und nach den Schatten der über dem Südpazifik liegt lichten. Vor allem spanische, portugiesische und niederländische Forschungsreisende segeln hauptsächlich auf der Westroute nach Ozeanien.
Empfangen wurden sie von nackten Mädchen, denn weisse Menschen waren Götter für die Eingeborenen. Auf diesem Wege brachten die Forscher viele Krankheiten auf die neue Inselwelt. In den folgenden Jahren starben viele Einheimische an der Syphilis, der Tripper, der Ruhr und an der Grippe. Die darauffolgende Willkür der Besucher, Raub, Mord und vor allem Vergewaltigung belehrte die Einheimischen bald eines besseren und führte in manchen Regionen zu heftigen Auseinandersetzungen.
| Zeitlinie - 16. Jahrhundert
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- Vasco Nunez de Balboa überquert den Isthmus von Panama von Norden. Das südliche Mehr nennt er Südmeer.
- Ferdinand Magellan segelt auf der Westroute nach den Molukken durch die nach ihm benannte Meeresenge (der Magellanstraße) in Richtung des Südpazifik. Er gibt dem Ozean den Namen "mar pacifico".
- Magellan landet auf Guam und nennt die Inselgruppe "Islas de Ladrones" (die heutigen Marianen und Mikronesien).
- Jorge de Meneses entdeckt Neuguinea.
- Alvaro de Saavedra Ceron versucht von den Molukken nach Mexiko zusegeln. Dieses belächelte Vorhaben endet mit der Entdeckung der Admiralitätsinseln (Melanesien und die östlichen Gebiete der Karolinen (Mikronesien).
- Fernando Grijalva entdeckt den Gilbertarchipel (Mikronesien).
- Ruy Lopez de Villalobos überquert von Mexiko den Pazifik. Er landet auf den zentral gelegenen Marshallinseln und den westlichen Karolinen. Die Rückreise verlief sehr unglücklich, sowohl er als auch sein Nachfolger überlebten die Reise nicht. Seine zunächst von Bernaldo de la Torre, dann von Ortiz de Retez geführte Flotte scheitert am Nordostpassat fand aber zuvor die nördlichen Marianen (Mikronesien) und die Ninigogruppe (Melanesien).
- Alvaro de Medaña y Neya trifft auf die Elliceinseln und die Salomonen.
- Francis Drakes umsegelt als erster Brite die Welt.
- Medaña entdeckt die Marquesas und die Santa-Cruz-Inseln.
- Olivier van Noort erreicht die Ladronen (Islas de Ladrones, Marianen-Inseln).
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17. Jahrhundert
Immernoch ist einiges im Pazifik unentdeckt und vor allem die Geschichten über das Paradies der Heimkehrer locken immer mehr Seeleute. Die Motivation neue Welten zu bereisen ist zwar groß, geht aber Hand in Hand mit der Gier nach den unberührten Bodenschätzen der neuen Welt.
Die Kirche macht sich unterdessen Sorgen um die Vermischung mit den Haidenvölkern, ist aber gleichwohl am Seelenheil der „Wilden“ interessiert. Sie reagiert indem Sie die Unzucht mit den Einwohnern öffentlich diskreditiert und Missionare deligiert, die den Fahrten beistehen sollten.
18. Jahrhundert
An unentdeckten Inseln steht immer weniger zur Verfügung, dennoch finden Weltumsegler wie Jean Louis Antoine de Bougeainville, James Cook und andere noch einige unerforschte Gebiete. Hinzu kommt, dass von den Entdeckungen des 16. Jahrhunderts einiges wieder in Vergessenheit geriet. Einige machten sich nun daran die Inseln mit modernen Mitteln zu kartieren.
| Zeitlinie - 18. Jahrhundert
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- Jakob Roggeven entdeckt die Osterinsel und den Samoaarchipel.
- Jean Louis Antoine de Bougainville erforscht den Südpazifik. Er ist der Meinung Tahiti entdeckt zu haben, weiss aber nicht das Samuel Wallis bereits zuvor die Gesellschaftsinseln gefunden, und Tahiti als ‚’King George Island’’ kartografiert hat.
- Philip Carteret entdeckt die Carteretstraße zwischen Neuirland und Neubritannien.
- James Cooks erste Pazifikreise führt zur Entdeckung der Austral-Inseln und der Cookstraße
- Der Spanier Francisco Gonzalez findet und umsegelt die wieder vergessene Osterinsel und nimmt sie für Spanien in Besitz.
- James Cooks zweite Pazifikreise: Auffindung der Cookinseln, Besuche auf Tonga und den Marquesas, Entdeckung Neukaledonien.
- Domingo de Boenechea entdeckt mehrere Inseln in der Tuamotu-Gruppe
- Francisco Antonio Maurelle entdeckt Latte (Late)
- James Cook entdeckt zusammen mit anderen Britischen Forschungsreisenden Hawaii, wo er am 14. Februar 1779 verstirbt.
- Joseph Ingraham entdeckt die nördlichen Marquesas
- Edmund Fanning entdeckt Fanning, Washington Island und Kingman Reef (Polynesien).
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19. Jahrhundert
Die Kartierungen des 18. Jarhunderts werden fortgeführt. Der Imperealismus beginnt sich auszuwirken. Fröhlich werden fremde Ländereien unter den Großmächten aufgeteilt. Die Kolonialisierung des Südpazifik entwickelt sich zu einem Wettlauf. Vor allem Deutsche, Briten, Franzosen, Holländer und Amerikaner streiten um jede Insel.
Der Amerikanisch-Spanische-Krieg führt am Ende des 19. Jahrhunderts zu einer wilden Rochade der Kolonialgebiete.
| Zeitlinie - 19. Jahrhundert
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- Erste umfassende Kartierung des Tuamotuarchipels während einer von F.G. von Bellinghausen geführten russischen Antarktisexpedition.
- Fjodor Petrowitsch Litke führt eine russische Forschungsreise durch den Pazifik und kartiert die Marianen
- Neuseeland wird der britischen Kolonialadministration in Australien unterstellt (1840 Kolonie und 1907 Dominion).
- Die Marquesas und Tuamotus werden als Schutzgebiete Frankreichs beansprucht.
- Tahiti wird französische Kolonie, und bleibt es bis lange ins 20. Jahrhundert hinein.
- Amerikanische Firmen beginnen die Guanovorkommen auf den Phoenixinseln auszubeuten.
- Die Fidschiinseln werden Teil des britischen Kolonialimperiums.
- Britische "Challenger"-Expedition - Beginn der systematischen Meeresforschung; sie besucht 1875 mehrere Südseeinseln.
- Deutsche "Gazelle"-Expedition unter Freiherr von Schleinitz: Forschungen im Bismarckarchipel
- Die Gilbertinseln sowie die Elliceinseln geraten unter britische Kolonialverwaltung.
- Großbritannien annektiert den Südosten Neuguineas
- Nordostneuguinea und der Bismarckarchipel werden Bestandteile des deutschen Kolonialreiches.
- Spanien ergreift Besitz von den Karolinen und unterwirft diese als Kolonie
- Die nördlichen Salomonen und die Marshallinseln werden deutsch, die südlichen Salomonen britisch
- Holland erklärt den Westen Neuguineas zur Kolonie
- Die Neuen Hebriden geraten unter britisch-französische Kolonialherrschaft (sogenannte anglo-französische Marinekommission); die Atollgruppen Futuna und Alofi fallen an Frankreich.
- Annektion der Tokelaugruppe durch Großbritannien und der Austral-Inseln durch Frankreich.
- Hawaii wird amerikanisches Protektoratsgebiet. Zuvor hatte man die letzte hawaiianische Königin gestürzt
- Großbritannien annektiert die Santa-Cruz-Inseln.
- Der Amerikanisch-Spanische-Krieg verursacht einen wilden Besitzwechsel der Kolonien.
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20. Jahrhundert
Der erste Weltkrieg beendet die deutsche Kolonialmacht. Österreichische und Deutsche Kolonien auf der ganzen Welt werden im Zuge des Völkerbund unter den Siegermächten aufgeteilt.
Als der zweite Weltkrieg über Ozeanien hereinbricht ist es Standort vieler Seeschlachten zwischen Amerika und Japan. Durch Bündnispolitik wird der Krieg bis nach Australien getragen. Die kaiserliche Kolonialmacht Japans zerfällt kurz vor dessen Niederlage.
Zu Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beginnt Amerika seine Kolonien unter vorbehalt gewisser politischer Interventionsrechte und militärischer Privilegien wie der Erbauung und Erhaltung von Militärstützpunkten diese in die Eigenverwaltung zu entlassen. Später werden andere Inselstaaten zu ähnlichen Konditionen vom British Commonwealth und den französischen Überseedepartements unabhängig. In seltenen Fällen erfolgen diese blutig.
| Zeitlinie - 20. Jahrhundert
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- Hawaii wird amerikanisches Terretorium
- Im Zuge des ersten Weltkriegs teilen die Siegermächte im Zuge des Völkerbund die deutschen und österreichischen Kolonien unter sich auf.
- Großbritannien annektiert die Phoenixinseln.
- Japan, das kurz darauf kapituliert, muss das kaiserliche Kolonialreich aufgeben
- Die Vereinten Nationen sprechen den USA die einstigen japanischen Mandate als Treuhandgebiete zu.
- Die USA evakuieren die Bevölkerung von Bikini, Kwajalein und Eniwetak um Atomversuche auf den Atollen durchführen zu können
- Großbritannien übergibt die Tokelaugruppe an Neuseeland.
- Hawaii wird Bundesstaat der USA.
- Westsamoa erlangt die Unabhängigkeit
- Frankreich führt in Französisch-Polynesien Atomversuche auf dem Mururoa-Atoll durch.
- Nauru wird selbständige Republik.
- Tonga und Fidschi werden unabhängig.
- Papua-Neuguinea bildet gemeinsam mit dem Bismarckarchipel, den Admiralitätsinseln, Louisiaden und nördlichen Salomonen einen souveränen Staat.
- Die nördlichen Marianen bilden einen "Commonwealth of Northern Mariana Islands"
- Die mittleren und südlichen Salomonen sowie die Elliceinseln erlangen Selbständigkeit.
- Die Gilbertinseln (Kiribati) werden unabhängig.
- Die neuen Hebriden bilden den selbständigen Staat Vanuatu.
- Belau (Palau) erklärt seine Loslösung von den übrigen Karolinen
- Fidschi wird durch 2 aufeinanderfolgende Militärputsche Republik
- Belau (Palau) wird 185. UNO-Mitglied.
- Frankreich beschließt nach heftigen Protesten die endgültige Einstellung aller Atomversuche im Südpazifik.
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See also: Geschichte Ozeaniens, 1779, 1840, 1907, Abel Janszoon Tasman, Annektion, Austral-Inseln, Australien, Bikini, Bundesstaat