Geschlechtsdetermination

Unter Geschlechtsdetermination werden jene Abläufe verstanden, die in der Embryogenese zur Festlegung des somatischen Geschlechts führen und schließlich eine Einteilung von Individuen in männlich oder weiblich erlauben.

Dabei wird eine genotypische Geschlechtsdetermination von einer rein modifikatorischen Geschlechtsdetermination unterschieden. Erstere führt u.a. bei den Säugetieren, letztere u.a. bei vielen Reptilien zu einer somatischen Geschlechtsfestlegung.

Als Beispiel sei die normale Entwicklung des menschlichen Embryos angeführt: Die Gonadenanlage bilden sich hier zunächst geschlechtsneutral (indifferent). Erst über den Hoden-determinierenden Faktor wird in der 7. Entwicklungswoche die Entstehung einer männlichen Keimdrüse, nämlich des Hodens angeregt - abhängig davon, ob bei der Befruchtung eine Samenzelle mit einem X-Chromosom oder eine solche mit einem Y-Chromosom die Eizelle befruchtete. Somit handelt es sich hier um eine genotypische Geschlechtsdetermination, im Speziellen um eine chromosomale Geschlechtsdetermination, da noch andere Gene für den weiteren Verlauf verantwortlich zeichnen.

Bei Krokodilen dagegen hängt das Geschlecht von der Außentemperatur der Eier ab: bis etwa 30°C werden es Weibchen, ab 34°C entstehen nur noch Männchen. Bei Temperaturen dazwischen schlüpfen Krokodile beiden Geschlechts.

Siehe auch: Hoden-determinierender Faktor - genetisches Geschlecht - gonadales Geschlecht - psychisches Geschlecht - soziales Geschlecht - Geschlechterdifferenz

Weblinks

See also: Geschlechtsdetermination, Befruchtung, Eizelle, Embryo, Embryogenese, Gen, Genetisches Geschlecht, Geschlecht, Gonadales Geschlecht, Hoden