Tissue Engineering
Die Methode des Tissue Engineering in Bezug auf autogene Implantate beruht darauf, lebende Zellen eines Organismus außerhalb eines Körpers zu kultivieren, ggf. mit extrazellulären Komponenten biologischer oder synthetischer Art zu kombinieren und die bioartifizellen Regenerate oder Konstrukte wieder in den Organismus zu implantieren. Der Vorteil bei einem solchen Implantat besteht darin, dass es vom Immunsystem des Patienten akzeptiert wird, denn die kultivierten Zellen weisen nur solche Proteine auf den Zelloberflächen auf, die das Immunsystem als "eigene" erkennt. Damit sollten Tissue Engineering-Implantate normalerweise nicht abgestoßen werden.
Das Problem der Gewebezüchtung ist, dass spezifizierte Zellen ihre Funktionalität verlieren (Dedifferenzierung). Deshalb ist es bisher nur gelungen, Haut zu züchten.
Motor für die Entwicklung des Tissue Engineering ist der steigende Bedarf an sicheren Ersatzgeweben und -organen.
Definition : Kombination der Technologien der Ingenieurs-, Werkstoff-, Lebenswissenschaften (Lifesciences), um Gewebefunktion aufrecht zu erhalten, zu ersetzen oder zu verbessern. (Im engeren Sinne: Zellentnahme am Patienten zur Züchtung des gewünschten Organs.)
Allgemein werden hier drei Arten von Implantaten unterschieden:
- von anderen Lebewesen stammende (xenogen) - z.B. Herzklappen,
- von einem Individuum gleicher Spezies (allogen) - z.B. Niere,
- vom Patienten selbst (autogen) - z.B. Haut.
