Gibson Flying V

Der Präsident der Fa. Gibson, Ted McCarty, entschied sich Mitte der 50er Jahre, einige neue Modelle mit modernem Anspruch in das Programm aufzunehmen. Als Ergebnis entstanden neben der Explorer und der Moderne bzw. Futura die Flying V.

Alle 3 Modelle waren Solid Body-Modelle aus Korina-Holz, einer Mahagoni-Art, und 2 Humbucker-Tonabnehmern. Die Flying V wurde von 1957 bis 1959 hergestellt. Der Korpus besteht aus 2 gespiegelten Teilen, die in der Mitte zusammen geleimt sind und hat die Form eines nach hinten offenen V. Zusammen mit der spitz zulaufenden Kopfplatte stellt die Gitarre einen Pfeil dar. In der Tat leitete sich die Form daraus ab, daß eine Country-Band nach passenden Instrumenten für ihre Bühnenshow suchte. Die Gitarre wurde nur in sehr kleiner Stückzahl (ein paar Hundert) hergestellt, da das Tropen-Holz Korina relativ teuer war (und ist) und nur in kleinen Mengen gehandelt wird. Da die Gitarre außerdem kein kommerzieller Erfolg war, wurde die Produktion der Flying V nach nur 2 Jahren eingestellt.

Die Popularität der Gitarre nahm erst zu, nachdem in den 60er Jahren ein paar bekannte Blues-Gitarristen (u.a. Albert King, Jimi Hendrix) dieses Modell spielten. Gibson führte daher 1967 die Flying V wieder ein, jetzt allerdings mit einem Korpus aus Mahagoni. Die Gitarre wird bis heute in verschiedenen Varianten hergestellt. Die Originale mit Korina-Body gehören heute zu den gesuchtesten und teuersten Gitarren.

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