Giuseppe-Meazza-Stadion

Das Giuseppe-Meazza-Stadion (ehemals Stadion San Siro) ist eine Konzert- und Wettkampfstätte in Mailand, Italien. Das - nach dem Camp Nou - zweitgrößte Stadion Europas beheimatet die beiden rivalisierenden Fußball-Klubs AC Mailand und Inter Mailand und bietet 85.700 Zuschauern Platz. Damit ist es zugleich das größte vollständig überdachte, reine Fußballstadion der Welt. Es wird diesen Titel jedoch an das neue Wembley National Stadium in London verlieren, das 90.000 Zuschauern Platz bieten wird.

Das 1925/26 im Mailänder Stadtteil San Siro erbaute und Mitte der 1950er Jahre nochmals erweiterte Stadion gehört aufgrund seiner charakteristischen Bauweise zu den schönsten Fußball-Stadien Europas und wird unter den Fußball-Fans ehrfürchtig als L’Opera del Calcio (Fußball-Oper) bezeichnet. Das heutige Aussehen erhielt das Stadion aber erst anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 1990, als es um einen dritten Rang erweitert wurde. Dieser wird von insgesamt elf Türmen gehalten, von denen vier deutlich sichtbar ins Stadioninnere ragen und auch das Stahlgerüst des Glasdaches tragen. In diesen vier Türmen sind auch die Aufgänge zu den einzelnen Rängen, sowie Getränkestände, Imbissbuden und Toiletten untergebracht.

Das Stadion San Siro, das 1979 in Gedenken an den kurz zuvor gestorbenen, legendären Mailänder Fußball-Spieler Giuseppe Meazza umbenannt wurde, war 2001 Austragungsort des Champions-League-Finalspiels, das der FC Bayern München gegen den spanischen Klub FC Valencia mit 5:4 im Elfmeterschießen gewann.

Ab der Saison 2005/2006 herrscht im Giuseppe-Meazza-Stadion ein absolutes Rauchverbot, dieses setzte der Mailänder Stadtrat durch und stellt ein absolutes Novum im italienischen Fußball da. Als Begründung des Verbots wurde die schlechte Luftzirkulation angeführt. Verstöße werden mit einer Strafe von bis zu 250,- Euro geahndet.

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