Glasfaser
Glasfasern sind lange, dünne Fasern, die aus Glas bestehen. Zur Herstellung von Glasfasern zieht man geschmolzenes Glas auseinander.
Glasfasern werden in Glasfaserkabeln zur Datenübertragung, oder als Textilfasern zur Wärme- und Schalldämmung und für glasfaserverstärkte Kunststoffe eingesetzt.
Nutzung der optischen Eigenschaften
Glasfasern werden unter anderem dazu verwendet Licht zu leiten (s. Glasfaserkabel). Dies geschieht z. B. bei der optischen Datenübertragung mithilfe des Effektes der Totalreflexion. Eine zylindrische Glasfaser ist dabei von einem Medium mit geringerer Brechzahl und einer Schutzhülle umgeben. Innerhalb der Grenzfläche zwischen den beiden transparenten Medien mit unterschiedlicher Brechzahl wird das Licht nahezu verlustfrei reflektiert und somit geleitet. Moderne Glasfasern benutzen für die Lichtleitung auch sogenannte photonische Kristalle.
Kunst
Eine eher spezielle Anwendung sind gewobene Glasfasern, deren Ende mit Leuchtdioden bestrahlt werden. Derartige Gewebe leuchten an den Stellen, wo die Glasfasern gebrochen sind. Sie können für Vorhänge und trendige Kleider verwendet werden...
Nutzung der mechanischen Eigenschaften
Für textile Anwendungen liegen die Glasfasern meistens als Vliesstoff oder als Gewebe vor. Für Profile verwendet man hingegen unidirektionale(nur in eine Richtung verlaufende) Fasern, so werden zum Beispiel Sportpfeile für das Bogenschießen aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt. Die Zug- und Druckfestigkeit der Glasfaser sorgt für eine besondere Aussteifung des Kunststoffes bei gleichzeitiger Erhaltung einer gewissen Flexibilität dank der (verglichen mit Stahl) hohen Bruchdehnung.
Glasfasern werden auch im Baustoffbereich verwendet. So werden zum Beispiel Glasfasern dem Beton beigemischt, wo sie als Bewehrung dienen. Glasfaserverstärkter Beton wird bei Wellplatten, Fassadenplatten oder bei verlorenen Schalungen eingesetzt. Ebenso wird Glasfaser im Estrich verwendet.
Siehe auch: Faserverbundwerkstoff, Faseroptik, Lichtleiter
