Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen
Das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen (Matthäus 25, 1-13) beschäftigt sich als Parabel mit dem Unterschied zwischen Auserwählung und Verdammung. Es ist eines der populärsten Gleichnisse des Mittelalters. Die klugen Jungfrauen haben sich rechtzeitig mit Öl für ihre Öllampen versorgt und symbolisieren die christliche Seele, die sich tugendhaft Gott zuwendet; die törichten Jungfrauen, die zwar Öllampen haben, aber kein Öl, symbolisieren die fleischliche Lust und Verdammnis. Dies hat dazu geführt, dass die zehn Jungfrauen in der Stilepoche der Gotik als Gegenstand der Bildenden Kunst in Europa vielerorts thematisiert wurden, inbesondere in der Ausstattung der gotischen Kathedralen.
Darstellungen
[[Bild:Strasbourg_Münster_Eingang.JPG|thumb| Gotische Jungfrauen am Südportal des Straßburger Münsters]] finden sich in
- Amiens, Notre-Dame d'Amiens
- Auxerre
- Bourges, Kathedrale von Bourges
- Laon
- Paris, Notre-Dame de Paris
- Reims. Notre-Dame de Reims
- Sens
- Freiburg im Breisgau, Freiburger Münster
- Magdeburg, Magdeburger Dom, siehe Bild
- Basel, Basler Münster, ca. 1280
- Straßburg, Straßburger Münster, Südportal, siehe Bild
- Straßburg, Kirche Jung-St.Peter
- Lübeck, St. Annen Museum (späte Darstellungsweise um 1400 unter Einfluß des ital. Trecento)
Weblinks
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