Globales Lernen

Das Bildungskonzept Globales Lernen kombiniert eine Erziehung zu Weltoffenheit und Empathie mit fachübergreifenden Wissensinhalten zu Eine-Welt-Themen und innovativen, partizipativen Lernmethoden. "Globales Lernen versteht sich als pädagogische Antwort auf Globalisierungsprozesse. Dabei wird versucht, vom heute üblichen Kategoriendenken (1. Welt, 2. Welt, 3. Welt) wegzukommen und global für die gesamte Welt zu denken und zu handeln. Eine wichtige Rolle spielt die Frage nach Verwirklichung von Menschenrechten, globaler Gerechtigkeit und nach den Bedingungen für eine friedliche Welt (Friedenserziehung).

Globales Lernen thematisiert Probleme und Perspektiven weltweiter Entwicklung und bearbeitet dabei auch Chancen und Möglichkeiten des gemeinsamen Handelns von Süd und Nord. Es gibt eine große Nähe und jeweils Schnittmengen im Hinblick auf folgende Teilthemenbereiche:

Innerhalb der Ansätze Globalen Lernens wird zumeist von Schlüsselproblemen ausgegangen, da auf diese Weise die Komplexität global vernetzter Gesellschaften bearbeitet werden kann. Auf allen Bildungsebenen geht es um die Vermittlung bzw. die Bewußtmachung einer globalen Perspektive des Denkens, Urteilens, Fühlens und Handelns. Im Mittelpunkt steht handlungsorientiertes Lernen, das ganzheitlich und partizipativ angelegt sein soll. Hier wird die Nähe zu einer Reihe reformpädagogischer Ansätze deutlich.

Schwierig war bisher oft das Verhältnis zur Umweltbildung, die ein eigenes Profil gebildet und ein eigenes Verständnis entwickelt hat, in dem Fragen des Nord-Süd-Verhältnisses teilweise weniger deutlich sichtbar wurden.

Der internationale Diskussionsprozess um die Verwirklichung der Agenda 21 hat zu einem entstehenden gemeinsamen Bezugsrahmen geführt, der mit dem Begriff der "Bildung für nachhaltige Entwicklung" gekennzeichnet wird. Innerhalb der gleichnamigen UN-Dekade ab dem 1. Januar 2005 wird eine stärkere Integration der Teilthemenbereiche angestrebt.

Literatur (kleine Auswahl)

Weblinks

See also: Globales Lernen, 1. Januar, 2005, 3. Welt, Agenda 21, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Empathie, Entwicklungspolitik, Erziehung, Globalisierung