Glomerulonephritis
Unter dem Begriff Glomerulonephritis (Plural: Glomerulonephritiden) wird eine Gruppe von Nierenkrankheiten zusammengefasst. Glomerulum bezieht sich auf die Glomerula der Niere, kleiner Kapillarknäuel, in denen die Harnproduktion stattfindet. Nephritis (von griech. Nephros=Niere) steht für eine Entzündung der Niere. Die Glomerulonephritis stellt eine der Hauptursachen für das dialysepflichtige, chronische Nierenversagen dar.
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Formen
Man unterscheidet primäre und sekundäre Glomerulonephritiden. Während die sekundären Glomerulonephritiden auf eine Erkrankung außerhalb der Nieren zurückzuführen sind, wie zum Beispiel Infektionen, Vergiftungen, Medikamente usw., handelt es sich bei der primären Glomerulonephritis um eine Autoimmunerkrankung, deren Ursachen noch weitgehend unbekannt sind.
Eine der vielen Unterformen der primären Glomerulonephritis stellt die steroidresistente Glomerulonephritis dar. Hierbei ist die sonst übliche Behandlung mit hohen Cortison-Dosen zur gezielten Schwächung des Immunsystems nicht möglich.
Symptome
Die Symptome einer Glomerulonephritis sind:
- Blut im Urin (Hämaturie)
- Eiweiß im Urin (Proteinurie)
- Anstieg der Konzentration von harnpflichtigen Substanzen im Blut
- Wassereinlagerung im Gewebe
- Bluthochdruck
Die Gesamtheit dieser Symptome wird auch als nephrotisches Syndrom bezeichnet.
Diagnose
Die Diagnose einer Glomerulonephritis erfolgt auf der Basis der Labordiagnostik von Blut und Urin, gesichert aber nur mittels einer Nieren-Biopsie.
Therapie
Je nach Form der Erkrankung variieren auch die Behandlungsmethoden.
Bei der sekundären Form führt meist die Behandlung der eigentlichen Grunderkrankung zum Erfolg. Bei der primären Glomerulonephritis kommt eine langwierige Behandlung mit immunabschwächenden Medikamenten (z.B. Cortison, Ciclosporin) zum Einsatz.
Siehe auch: Pyelonephritis
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