Goldfinger
Dieser Artikel behandelt den Roman und den Film "Goldfinger". Für die gleichnamige Ska-Band siehe Goldfinger (Band).
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Goldfinger ist ein Roman von Ian Fleming und der dritte Teil der James Bond-Filmreihe, die auf Flemings Werken basiert. Von einem Großteil der Fans wird Goldfinger als der beste Bond-Film überhaupt betrachtet. Er war es auch, der das Merchandising mit den Bond-Filmen richtig in Gang brachte (Agentenspielzeug mit 007-Pistolen, Aston Martin-Bausätze etc.).
Der Hauptdarsteller des Bösewichtes Goldfinger, Gert Fröbe, wurde von den Produzenten ausgewählt, nachdem sie seine Leistung in dem Heinz Rühmann-Film "Es geschah am hellichten Tag" (1958) als manischer Kindermörder Schrott gesehen hatten. Gert Fröbe gilt unter den Fans als einer der besten Bond-Gegenspieler aller Zeiten. Im englischen Original hört man nicht seine eigene Stimme, da die komplette Rolle nachträglich im Studio nachsynchronisiert wurde. Grund dafür war Fröbes sehr schlechtes und unverständliches Englisch.
Die erste Drehszene des Films war die mit der Laserkanone ("Erwarten Sie, dass ich rede?" - "Nein, Mr. Bond - ich erwarte von Ihnen, dass Sie sterben!"). Im Originalroman musste sich Bond übrigens nur vor einer "ordinären" Kreissäge fürchten. Aus dem geänderten Handlungsablauf gegenüber dem Roman war die Verwendung einer Laserkanone für diese Szene aber durchaus sinnvoll. Sie wurde ja im weiteren Verlauf des Films noch für eine andere Aufgabe benötigt.
| Inhaltsverzeichnis |
Handlung
Die Geschichte erzählt von Auric Goldfinger (Gert Fröbe), dem größten Goldschmuggler der Welt. ("Ich liebe seinen Glanz und seine göttliche Schwere"). Er ist eingetragener Juwelier und Engländer. Bond deckt einen teuflischen Plan von Goldfinger auf. Er will mit Unterstützung der Volksrepublik China die gesamten Goldreserven der USA stehlen, die in Fort Knox gelagert sind.
Später findet Bond jedoch heraus, dass es nicht Goldfingers Absicht ist, das Gold zu stehlen, vielmehr will er die Goldreserven mittels einer Atombombe radioaktiv verseuchen, damit der Wert seiner eigenen Bestände um das Vielfache steigt.
Die Truppen, die um Fort Knox stationiert sind, sollen mit einem Giftgas getötet werden, damit Goldfingers Leute in das Lager eindringen können. Doch die Pilotin Pussy Galore (Honor Blackman) erliegt dem unwiderstehlichen Charme Bonds. Sie tauscht unbemerkt das tödliche Gas aus und die Soldaten sinken nur zum Schein nieder (allerdings übertrieben künstlich). Bond ist von Goldfinger an die eingetroffene Atombombe gekettet und im Tresor mit seinem Bodyguard Odd-Job eingeschlossen worden, kann sich aber befreien und liefert sich mit diesem einen tödlichen Zweikampf. Nach dem Eintreffen der Bombe wurden die Soldaten wieder schlagartig "lebendig" und gingen zum Angriff auf Goldfingers Bande über. Sieben Sekunden (007) vor der Detonation kann die Bombe entschärft werden (große Heiterkeit im Publikum bei Ansicht der Zahl). Doch noch einmal muss sich Bond mit dem entkommenen Goldfinger herumschlagen...
Gadgets
- Aston Martin DB5 - Das berühmteste Bond-Auto wurde erstmals in diesem Film eingesetzt. Es war mit allen üblichen Q-Extras ausgestattet. Dazu gehörten kugelsichere Heck- und Frontspoiler, Ölteppiche, Nebelwerfer, Maschinengewehre, rotierende Autokennzeichen und ein Schleudersitz. Obwohl der Aston Martin das bekannteste Bond-Auto ist, wurde es lediglich in vier Filmen verwendet (Goldfinger, Thunderball, Goldeneye sowie ein kurzer Auftritt in Tomorrow Never Dies).
- Ortungsgerät - Die Q-Abteilung baut in Bonds Auto ein Gerät ein, das entfernt an die heute verwendeten Navigationssysteme erinnert. Die erste Version verwendet Bond, um die Bösewichte in sicherer Distanz zu verfolgen. Die zweite, kleinere, Version erlaubt es den Geheimdienst MI6, jederzeit über Bonds Aufenthaltsort im Bilde zu sein. Das kleinere Gerät ist in einem Geheimfach in Bonds Schuhabsatz versteckt. Es wird allerdings zerstört, nachdem Bond es in die Tasche eines abgesprungenen Verbündeten von Goldfinger steckte, dieser aber mitsamt seinem Wagen und einer Ladung Gold in einer Schrottpresse landet.
Ersticken durch Goldüberzug
In einer Szene zu Beginn des Films wird eine Frau durch "Hauterstickung" getötet. Ihr Körper war vollständig mit Gold überzogen worden und sie starb, da ihre Haut nicht mehr "atmen" konnte. Angeblich basiert diese Idee auf der Geschichte eines Models aus der Schweiz, die ihren Körper mit Goldfarbe überzogen hatte und erstickte. Doch obwohl diese Erklärung plausibel erscheint, wurde darüber spekuliert, ob dies überhaupt möglich sei.
Menschen (wie auch alle Säugetiere) atmen durch Mund und Nase. Die einzigen Lebewesen, die durch die "Haut" atmen, sind einige Insekten- und Amphibienarten. Wenn es wirklich wahr wäre, dass die Hautatmung für Menschen lebensnotwendig ist, wäre es unmöglich, ein längeres Bad zu nehmen, eine Taucherausrüstung anzuziehen oder sonstige Aktivitäten auszuüben, die eine großflächige Bedeckung des Körpers erfordern.
Weblinks
Modèle:Vorlage:Navigationsleiste James Bond-Filme
Kategorie:Filmtitel
Kategorie:Britischer Film
