Goldfisch

Goldfisch
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Systematik
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Klasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Art: Goldfisch (Carassius auratus auratus)

Beim Goldfisch (Carassius auratus auratus) handelt es sich um einen Vertreter aus der Familie der Karpfenfische (Cypriniformes). Er ist eine Zuchtform aus der ostchinesischen Silberkarausche Carassius auratus auratus, die noch heute in freier Natur wildfarben vorkommt und ein beliebter Speisefisch ist. Sein nächster Verwandter ist der Giebel Carassius auratus gibelio, der ursprünglich in Westchina beheimatet war, heute aber durch natürliche Ausbreitung und Verschleppung durch den Menschen als Neozoon bis nach Europa eingewandert ist. Auch die Karausche Carassius carassius ist nahe mit dem Goldfisch verwandt, kann von ihm und vom Giebel aber durch die konvex geformte Rückenflosse leicht unterschieden werden.

Inhaltsverzeichnis

Ichtyologische Merkmale

Osteichthyes besitzen ein knöchernes Skelett mit einer Wirbelsäule, einem Schädel, Rippen und freien Gräten. Die zu den Telostei gehörenden Karpfenfische besitzen zudem biegsame Schuppen (Cycloid- und Ctenoidschuppen). Als Auftriebsorgan dient ihnen die Schwimmblase. Zur Atmung besitzen sie 4 Paar Kiemen. Goldfische zeigen zudem alle allgemeinen Chordaten- und Vertebratenmerkmale wie einen geschlossenen Blutkreislauf, ein vierkämmriges Herz und ein fünfgeteiltes Gehirn. Im Gegensatz zu den Säugetieren weisen sie noch kein sekundäres Kiefergelenk auf.

Bedeutung

thumb|Carl Fredric von Breda, Porträt einer jungen Dame mit Goldfischen, um 1800. Neben seiner immer noch beliebten Haltung in Aquarien und Gartenteichen hat der Goldfisch auch eine bedeutende Rolle als Versuchstier. Dies beruht darauf, das er relativ leicht zu halten ist und sich hervorragend für psychophysische Experimente eignet. Der Goldfisch weist ein tetrachromatisches Farbensehen auf, das heißt er besitzt vier unterschiedliche Zapfentypen. Neben drei Zapfentypen, die in etwa den menschlichen entsprechen, weist er einen zusätzlichen UV-Zapfen auf.

Zuchtformen

Während der gewöhnliche Goldfisch neben Goldorfe und Koi ein beliebter Teichfisch ist, sind seine Zuchtformen in Europa recht unbeliebt. Viele Aquarianer halten die chinesischen und japanischen Schleierfische für Qualzuchten. Bekannteste Formen sind neben dem Schleierschwanz der Teleskopfisch, der Löwenkopf, der Perlschupper, das Blasenauge und der Eierfisch. Selbst der Name Goldfisch ist eigentlich nicht mehr passend. So gibt es ihn als Zuchtform in gold, silber, rot, gelb, blau, schwarz, weiß, orange sowie als in den verschiedensten Farben gefleckte Kaliko-Form. Das Hauptexportland für Goldfisch-Zuchtformen ist traditionell China, dicht gefolgt von Japan mit seinen nur hier zu findenen Formen wie den Ranchu, den Ryukin oder den Tosakin. Hauptabnehmer für Zuchtgoldfische sind neben den Produktionsländern heute die USA. In Europa ist die Kultur von Hochzucht-Goldfischen nur noch in Gartenbauland Großbritannien verbreitet.

Siehe auch: Goldfischglas

Weblinks

See also: Goldfisch, Art (Biologie), Familie (Biologie)