Gottfried Heinrich Stölzel
Gottfried Heinrich Stölzel (* 13. Januar 1690 in Grünstädtel im Erzgebirge, † 27. November 1749 in Gotha) war ein deutscher Komponist und Musiktheoretiker.
Nachdem er in seiner Kindheit den ersten Musikunterricht in seinem Heimatort erhalten hatte, begab er sich 1707 nach Leipzig. Einer seiner Lehrer während seines Studiums war Melchior Hoffmann. Nach einem kurzen Studienaufenthalt in Italien war er in Prag tätig. 1718 übernahm er die Position des Kapellmeisters am Hof in Gera, später hatte er den gleichen Posten in Gotha inne, wo er bis zu seinem Tod wirkte.
Seit den dreißiger Jahren des 18. Jahrhunderts übernahm Stölzel zahlreiche Aufträge für Kompostionen für den Hof in Sondershausen. Neben Werken aus Anlass feierlicher Begebenheiten der Fürstenfamilie handelte es sich v.a. um geistliche Vokalwerke.
Stölzel war ein außerordentlich produktiver Komponist, der außerdem einen herausragenden Ruf genoss. Er wurde sogar zeitweise höher geschätzt als sein Zeitgenosse Johann Sebastian Bach. Sein kompositorisches Schaffen umfasst neben zahlreichen Orchesterwerken, Kammermusikstücken, Oratorien und Messen, Motetten und Passionen auch weltliche Kantaten. Ein großer Teil seiner Werke ist allerdings verschollen.
Als sein bedeutendstes Werk gilt sicherlich das Weihnachtsoratorium. Hierbei handelt es sich um einen zehnteiligen Kantatenzyklus, der erstmals zwischen Weihnachten 1736 und Epiphanias 1937 aufgeführt wurde.
siehe auch: Liste deutscher Komponisten klassischer Musik
Stolzel, Gottfried Heinrich Stolzel, Gottfried Heinrich Stolzel, Gottfried Heinrich Stolzel, Gottfried Heinrich Stolzel, Gottfried Heinrich
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stölzel, Gottfried Heinrich |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Komponist und Musiktheoretiker |
| GEBURTSDATUM | 13. Januar 1690 |
| GEBURTSORT | Grünstädtel im Erzgebirge |
| STERBEDATUM | 27. November 1749 |
| STERBEORT | Gotha |
