Gräberfeld
Gräberfeld ist ein Bestattungsplatz mit Urnen- (Brand-) oder Körpergräbern, der im Gegensatz zu den heutigen Friedhöfen keine fest umrissene Grenze hat. Man spricht auch von Urnenfeldern und bei Körpergräbern von Reihengräberfeldern.
Es wurden auf einer bestimmten Fläche, im Laufe von Jahren, Menschen und teilweise auch Tiere, beispielsweise Pferde, begraben. Die Bestattungen wurden entweder um ein besonders bedeutendes Grab oder in Gruppen einzelner Sippen oder Familien angelegt. Die Gräberfelder dehnten sich mit der Zeit oft in alle Richtungen aus, häufig wurden auch neue Bestattungen über bestehenden Gräbern angelegt. Die Gräberfelder wurden aufgegeben als sich mit dem aufkommenden Christentum die Bestattungssitten änderten und Tote nunmehr an oder bei christlichen Kirchen auf geweihtem Grund (Friedhöfen) beigesetzt wurden.
Gräberfelder sind wesentliche Bestandteile von Ansiedlungen und haben den Forschern viele Erkenntnisse über Bestattungssitten, Gewohnheiten, Lebensweise, Ernährung, auch Handelsrouten und dem jeweiligen „Stand der Technik“ gebracht.
Wesentliche Bedeutung bei Erschließung von Gräberfeldern bekommt hier die Chorologie, um die Entwicklung der Population besser beurteilen zu können.
Siehe auch: Friedhofszwang - Gräberfeld von Weingarten
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