Grammofon
thumb|Grammophonfabrik Emil Berliners in Hannover
Ein Grammophon (auch: Grammofon; von altgr. phone, "Stimme" und grammein, "schreiben") ist ein Gerät zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Tönen, das 1887 von Emil Berliner erfunden wurde (Anmeldung zum Patent: 29. September 1887). Das Grammophon gehört medienhistorisch zum Aufschreibesystem. Als reines Abspielgerät war es der mechanische Vorläufer des Plattenspielers.
Das Grammophon ist – im Gegensatz zum Phonographen – mit einer runden Platte (Schallplatte) ausgestattet, auf der die Töne mechanisch aufgezeichnet werden; Edisons Phonograph verwendete noch eine Walze. Berliners Schallplatte besteht aus einer flachen, wachsbeschichteten Zinkscheibe als Tonträger; jede Platte muss bei diesem Verfahren einzeln hergestellt werden.
Den Beginn der Tonträger-Vervielfältigung kann man im Jahr 1892 ansetzen, als erstmals nickelüberzogene Kupfernegativ-Platten aus vulkanisiertem Gummi gepresst wurden. Schellack wurde ab 1895 als Grundstoff für Schallplatten eingesetzt.
Siehe auch
Literatur
- Friedrich Kittler: Grammophon Film Typewriter. Berlin: Brinkmann & Bose 1986. ISBN 3-922660-17-7 (engl. Ausgabe: Gramophone Film Typewriter, Stanford 1999)
- Friedrich Kittler: Aufschreibesysteme 1800/1900. Fink: München 1985. ISBN 3-7705-2881-6 (engl. Ausgabe: Discourse Networks 1800 / 1900, with a foreword by David E. Wellbery. Stanford 1990)
