Granatapfel
| Granatapfel | ||||||||||||
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| none|300px|GranatapfelGranatapfel (Punica granatum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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Der Granatapfel oder Grenadine (Punica Granatum L.) gehört zur Familie der Punicaceae (Granatapfelbaumgewächse). Im Mittelmeerraum, beispielsweise in Ägypten, in Spanien, Tunesien, Israel und der Türkei, wird der Granatapfel seit Jahrhunderten kultiviert (siehe auch Gartenkunst) und in den Monaten September bis Dezember geerntet. In Indien wird der Granatapfel auch als Gewürz angebaut.
Den lateinischen Namen Punica hat er bekommen, da die Phönizier (auch Punier genannt) diese Pflanze, zum Teil aus religiösen Gründen, verbreitet haben. Aufgrund seiner zahlreichen Kerne wurde der Granatapfel als ein Symbol der Fruchtbarkeit angesehen.
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Die Frucht
Die Frucht hat einen Durchmesser von bis zu ca. 8 cm und ist durchzogen von vielen Wänden. Dadurch entstehen Kammern, in denen sich zahllose bis zu 3 mm große Samen befinden, die von tiefrotem bis blassrosa Fruchtfleisch umgeben sind. Diese kann man entweder mit den Fingern oder mit der Hilfe eines Löffels gut herauslösen und sogleich verzehren oder Süßspeisen und Eis damit dekorieren. Der Granatapfel enthält größere Mengen, bis zu 40 Prozent, Ellagsäure. Er ist reich an Kalium und enthält u. a. Vitamin C, Kalzium und Eisen.
Der saure Saft dient eingedickt als Grenadine-Sirup für ein erfrischendes Getränk oder als Beigabe zu Cocktails oder Desserts.
Der Granatapfel ist Bestandteil des Stadtwappens der spanischen Stadt Granada. Der angeblich auf der Flagge von Grenada abgebildete Granatapfel ist tatsächlich eine Muskatnuss.
Der Granatapfelbaum
Der Granatapfelbaum selbst kann bis zu 5 m hoch und einige hundert Jahre alt werden. Er wird bis zu 3 m breit und hat an der Spitze stumpfe, 10 cm lange, glänzende Blätter. Im Frühjahr und Sommer trägt er an den Zweigenden große, trichterförmige, achtzählige, orangerote Blüten, gefolgt von den apfelähnlichen, anfangs grünen, später orangeroten Früchten.
Der Zwerggranatapfelbaum Punica granatum var nana ist ein Strauchgewächs, welches nur etwa 40 cm hoch wird.
| framed|Granatapfel |
| thumb|ein aufgeschnittener Granatapfel |
| thumb|Granatäpfel am Baum |
Der Granatapfel in den Religionen
Die Frucht wird auch mehrfach im Alten Testament der Bibel erwähnt. Granatäpfel waren laut der Schilderung im 2. Buch Mose 28,33f Teil des Efods des Hohepriesters, dessen Anfertigung Gott den Israeliten befohlen haben soll. Der erste König Israels, Saul, wohnte nach 1. Samuel 14,2 zeitweilig unter einem Granatapfelbaum. Im Hohelied Salomos wird das Wort Granatapfel mehrere Male verwendet, um die Schönheit einer Frau zu untermalen. Schließlich findet sich der Granatapfelbaum noch bei den Propheten Joel (Joe 1,12) und Haggai (Hag 2,19).
Im antiken Griechenland wurde der Granatapfel den Gottheiten der Unterwelt, Hades und Persephone, zugeschrieben. Der Unterweltgott Hades stiehlt Persephone von ihrer Mutter Demeter und entführt sie in die Unterwelt. Göttervater Zeus beschließt, dass das Mädchen zurück zur Mutter darf, aber nur, wenn sie in der Unterwelt nichts gegessen hat. Kurz vor ihrer Rückkehr drückt Hades sechs Granatapfelkerne in ihren Mund. Da sie nun doch etwas in der Unterwelt gegessen hat, muss sie die Hälfte des Jahres in der Unterwelt mit Hades regieren und darf die andere Hälfte mit ihrer Mutter Demeter verbringen, die in dieser Zeit für Blumen und Frucht sorgt.
"Grenadine" nennt man in der Schweiz ein Biermischgetränk aus Lagerbier und Grenadinesirup.
Siehe auch
Weblinks
- Inhaltsstoffe des Granatapfelbaums
- Sagen, Rezepte und vieles mehr rund um den Granatapfel
- Ausführliche Infos über Granatäpfel bei fruitlife.de
- Infos über die Frucht bei www.obst-gemuese.at
