Grapefruit

Grapefruit
none|300px|Grapefruit (Marktware)
Systematik
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Sapindales
Familie: Rautengewächse (Rutaceae)
Gattung: Zitruspflanzen (Citrus)
Art: Grapefruit (C. paradisi)

Die Grapefruit (Citrus paradisi) ist die Frucht des Grapefruitbaumes, einer Zitruspflanze, die ein subtropischer Baum der Familie Rautengewächse (Rutaceae) ist. Sie ist vermutlich eine natürliche Kreuzung, die aus der Orange (Citrus sinensis) und der Pampelmuse (Citrus maxima) entstanden ist. Allerdings ist sie wohl näher verwandt mit der Zweiten als mit der Ersten. Die Frucht ist seit dem späten 19. Jahrhundert bekannt, davor wurde sie nur als Zierpflanze genutzt. Die Grapefruit wurde bis 1830 botanisch nicht von der Pomelo unterschieden, dann bekam sie den Namen Citrus paradisi. Der Name Grapefruit leitet sich von den Früchten ab, welche büschelweise (engl. grape = Traube) am Baum hängen.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der immergrüne Baum ist etwa 5-6 m hoch, kann aber bis zu 13-15m hoch werden. Die Blätter sind dunkelgrün, lang (bis zu 15 cm) und dünn. Die Blüten sind weiß, vier bis fünfblättrig und etwa 5 cm im Durchmesser. Die Frucht hat eine gelbe Schale, rotfleischige Arten können einen rötlichen Anflug auf der Schale aufweisen. Die Frucht ist etwa 10-15 cm im Durchmesser groß und hat säuerliches Fruchtfleisch, das in Segmente unterteilt ist. Die Farbe des Fruchtfleisches variiert je nach Sorte von einem hellen gelb bis hin zu einem tiefen Rubinrot.

Sorten

Sorten der Grapefruit unterscheiden sich in zwei Hauptgruppen: Die weißen Grapefruit, welche gelbes Fruchtfleisch haben oder die roten, wovon die Sorte amerikanische Ruby 1929 mit roséfarbigem Fruchtfleisch patentiert wurde. Ausgehend davon wurden weitere rotfleischige Selektionen, zumeist in Texas ausgewählt. Dabei haben die Selektionen Rio Red, Star Ruby und Flame die höchsten Marktanteile und die tiefroteste Fruchtfleischfärbung. Es gibt Sorten mit zahlreichen Samen, aber auch Selektion fast völlig ohne Samen.

Verbreitung

Ihre Herkunft war bis 1950 unbekannt. Die Frucht wurde vermutlich etwa um 1750 in Barbados entdeckt. Sie wird heute in fast allen subtropischen Ländern der Welt angebaut. Die USA sind der Hauptproduzenten der Grapefruit, mit Plantagen in Florida und Texas. Hauptproduzenten für Europa sind Israel und Zypern.

Verwendung

Gesundheitsrelevante Wirkungen

Einige Inhaltstoffe der Grapefruit gehen Wechselwirkungen mit bestimmten Arzneimitteln ein. Insbesondere die in der Grapefruit enthaltenen Stoffe Naringenin und Bergamottin, die die Cytochrom P450 Isoform CYP3A4 in der Leber hemmen, können die Wirkung von Substanzen wie Simvastatin, Terfenadin, Felodipin, Nifedipine, Verapamil, Östradiol, Midazolam, Tacrolimus und Cyclosporin A deutlich steigern. Es ist daher sinnvoll, sich während der Einnahme von Medikamenten über möglich Interaktionen mit Grapefruitprodukten zu informieren.

Grapefruit-Saft enthält eine starke antimikrobielle Substanz, mit einer nachgewiesenen Wirksamkeit gegen Bakterien und Pilzen. Sie enthält ebenfalls antioxidative Stoffe. Das enthaltene Pektin hat cholesterinsenkende Eigenschaften und verbessert das Verhältnis zwischen LDL- und HDL-Cholesterin.

Grapefruit zum Abnehmen

Die Grapefruit ist der Hauptbestandteil der so genannten Grapefruit-Diät, mit dem Ziel den Stoffwechsel zu beschleunigen und Fett zu verbrennen. Dabei wirkt der Vitamin-Faktor P Naringin, welcher im Fruchtfleisch enthalten ist und eine verdauungsfördernde Wirkung hat. Er reguliert die Darmträgheit, entschlackt und regt den Stoffwechsel an.

Außerdem hat die Grapefruit einen niedrigen Glykämischen Index.

2004 wurde bekannt, dass die Grapefruit nicht nur beim Abnehmen helfen, sondern auch Diabetes vorbeugen kann. Die Wirkung beruht darauf, das der Zuckerstoffwechsel nach dem Verzehr von Grapefruit besser funktioniert und deshalb der Blutzuckerspiegel niedriger ist und weniger Insulin produziert wird.

Weblinks



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See also: Grapefruit, 1750